Die Vorstellung ist schrecklich: Man befindet sich in seinem Körper, ist bei klarem Bewusstein und nimmt die Umgebung wahr, die Gespräche der anwesenden Personen und ihr Handeln, jedoch die Mitwelt ist nicht in der Lage, meinen klaren Bewusstseinszustand zu erkennen. Ein Empfinden, das vielleicht dem des lebendig Begrabenseins ähneln mag. Genau einen solchen dramatischen Fall stellen die Autoren dieser Studie des Monats, Michael Nahm und Kolleg:innen, vor. Die Situation allein, die einem Horrorfilm entstammen könnte, wäre allerdings noch kein Grund, das Geschehen in einen Zusammenhang mit der Anomalistik zu bringen. Interessant wird er in dieser Hinsicht zum einen durch das Auftreten von außerkörperlichen Erfahrungen (AKEs) und den damit verknüpften Wahrnehmungen, zum anderen durch die Implikationen, die er für unser Verständnis vom Zusammenhang zwischen Bewusstseinstätigkeit und neurophysiologischen Korrelaten hat.
Aktuelles

Gast: Rainer Haseitl
- Mitglied beim Project Hessadalen
- Dipl. Informatiker, Experte für Datenerfassung und Auswertung
- Project Hessdalen Webpräsenz
- Projektseite Rainer Haseitl
- Ausgewählte neue und alte Sichtungen
- Interview über die Sichtung der Kreaturen (youtube)
- Einzelbilder des Vorfalls 1999
- Bilder vom Sciencecamp 2007 / Interessantes Einzelbild

Gast: Prof. Peter Mulacz
- Präsident der Österreichische Gesellschaft für Parapsychologie und Grenzbereiche der Wissenschaften
- Mitglied der Parapsychological Association
- web: Biographisches und Persönliches
- ÖGPP: https://parapsychologie.ac.at/
Der Autor dieser Studie des Monats kommt aus einem Bereich, in dem man üblicherweise nicht nach Literatur zu Themen der Anomalistik sucht, nämlich dem des Marketing Managements. Mark Tadajewski ist Professor für Marketing an der Universität York und Herausgeber des Journal of Marketing Management, der sich im Rahmen seiner Forschungstätigkeit einem Blick in die Wissenschaftsgeschichte und auch generell über den Tellerrand hinaus erlaubt. Die jüngsten Entwicklungen im technischen Bereich und hier vor allem die Brain-computer interfaces (BCI), die dem für die Parapsychologie zentralen Thema des Geist-Materie-Zusammenhangs (mind-matter) ganz neue Aspekte hinzufügen, haben wohl den Autor dazu gebracht, sich mit Telepathie und den historischen Auseinandersetzungen auf wissenschaftlicher und philosophischer Ebene zu beschäftigen. Man stößt dabei automatisch auf die Frage nach dem (multiplen) Selbst eines Menschen bzw. dessen Identität.
Die erste Ausgabe 2025 des Journal of Anomalistics / Zeitschrift für Anomalistik ist erschienen und digital als Open-Access verfügbar!
Mit Beiträgen von Gerhard Mayer, Markus A. Maier und Moritz C. Dechamps, James Houran, Debra Lynne Katz, Jessica Williamson, Stanley A. Koren, Helané Wahbeh und Marjorie H. Woollacott, Noah Sproß und Andreas Anton u.v.a.
„Die Frage nach den epistemologischen Grenzen der menschlichen Möglichkeiten in allen Lebensaspekten und eben auch der wissenschaftlichen Erkenntnis muss immer wieder neu gestellt werden. Die Sichtweise der Parapsychologie als eine ‚Ultra-Soft Science‘ kann in dieser Hinsicht helfen, Begrenzungen zu verschieben und den Bereich des Erkennbaren zu erweitern.“
Aus dem Editorial von Gerhard Mayer
- Anomalistik Podcast #42: Grenzwissenschaften in den Medien
- Anomalistik Podcast #41: Lebendiger Kosmos - Entstehung von Information, Bewusstsein und Bedeutung
- Leidvolle Nahtoderfahrungen
- GfA-Video #4: "Erfolgreiche Magie?"
- Anomalistik Podcast #40: Entstehung des Lebens - Ziel oder Zufall?
- Anomalistik Podcast #39: Mikro-Psychokinese Experimente und deren Auswertung
- Alternative Archäologie als Weg zur modernen Mythenbildung
- Anomalistik Podcast #38: Relationale Wende - Die Trennung von Geist und Materie überwinden
- Anomalistik Podcast #37: UFO-Whistleblowing in the wind - Wem kann man vertrauen?
- Die Grenze zwischen Fantasie, Imagination, Halluzination und Psychose
