Zeitschrift für Anomalistik Band 21 (2021) Nr. 1

Mit einigen Neuerungen ist die erste Ausgabe des Bands 2021 des Journal of Anomalistics / Zeitschrift für Anomalistik erschienen!

Mit Beiträgen von Edgar Wunder, Timm Grams, Harald Walach, Ricarda Zöhn und Sarah Pohl, Fotini Pallikari u.v.a.

„Weiterhin kann dem Cover entnommen werden, dass die ZfA von dieser Ausgabe an offiziell als gemeinsames Projekt der Gesellschaft für Anomalistik und des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) herausgegeben wird. […] Wir wandeln sie auf „Platinum Open Access“ um, d. h. die Texte werden nach Veröffentlichung in elektronischer Form kostenfrei zugänglich gemacht. Mit diesem Schritt steigert man die Attraktivität für Autoren und Autorinnen, denn Open-Access-Texte werden deutlich öfter rezipiert und zitiert. Zusammen mit der Einführung des englischen Zeitschriftentitels Journal of Anomalistics (JAnom) und des größeren Anteils englischer Texte hoffen wir auf eine verstärkte internationale Sichtbarkeit und Resonanz, die natürlich auch der GfA als Vereinigung zugute kommt.

Aus dem Editorial von Gerhard Mayer

Berichte von Menschen, die sich an frühere Leben zu erinnern scheinen, kennt man aus dem Bereich von Rückführungen unter Hypnose und oft auch von esoterisch orientierten Webseiten, Zeitschriften und Büchern. Allerdings gibt es auch Forscher, die mit Mitteln der Wissenschaft Fälle untersuchen, in denen „Erinnerungen an frühere Leben“ eine bemerkenswerte Rolle spielen. Der Psychiater Ian Stevenson (1918-2007) leistete mit seinen aufwendigen Feldstudien Pionierarbeit und bislang auch den insgesamt größten Beitrag in diesem Forschungsbereich. Er bezeichnete solche Fälle als „Cases of Reincarnation Type“ (CORT).

Michael Nahm

Gast: Dr. Michael Nahm

  • Dipl.-Biologe
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg

Gerhard Mayer

Gast: Dr. Gerhard Mayer

  • Dipl.-Psychologe
  • Abteilung für Empirische Kultur- und Sozialforschung am
    Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg
  • Geschäftsführer GfA
  • Verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift für Anomalistik

In der aktuellen Studie des Monats wird etwas sehr Spezielles vorgestellt, nämlich die chilenische Ufologen-Szene, die im Rahmen eines größeren Forschungsteilprojekts „Emerging Spiritualities and Self-Improvement“ durch die Sozialanthropologinnen Diana Espírito Santo und Alejandra Vergara untersucht worden ist. Die Autorinnen werfen einen religionswissenschaftlichen Blick auf das Feld. Es gibt den Synkretismus aus ufologischen Vorstellungen und religiöser Kosmologie, der von „Nuts and bolts“-Ufologen, also denjenigen, die nach physikalisch-materieller Evidenz suchen, als eine Kontaminierung des Felds angesehen wird. In der Analyse dieser zwei sehr verschiedenen ufologischen Zugänge gelingt es den Autorinnen, grundlegende Fragen nach den Konzepten von Evidenz und deren Entstehungsbedingungen zu stellen.