In den letzten zwei Jahrzehnten wurde der Bereich des Okkultismus und der Esoterik zunehmend mehr zu einem respektablen Forschungsgebiet der Geschichtswissenschaften. Dies nicht etwa, weil die 'normalen' Themen ausgegangen wären und man sich deshalb auf die bislang marginal gebliebenen Bereiche stürzen würde - nein, es stellte sich zunehmend heraus, wie verzerrt der auf die Aufklärung fixierte Blick den historischen Ablauf und die Bedingtheiten der Wissenschaftsgeschichte abbildete. Inzwischen gibt es zahlreiche wertvolle Publikationen zu diesem Thema. Die heutige Studie des Monats stammt von einem der Pioniere der modernen akademischen Esoterikforschung, Wouter Hanegraaff, der die Bezeichnung "Okkulte Wissenschaften" einer kritischen Prüfung unterzieht und deren Bedeutungswandel in seinem historischen Verlauf nachzeichnet.

In der Zeitschrift "Frontiers in Human Neuroscience" ist rezent ein Artikel zu Psi-Experimenten erschienen, die neben dem Versuch des Nachweises der Psi-Hypothese auch überprüfen wollten, ob neuronale Korrelate zu Psi-Prozessen in der Gehirnaktivität mittels bildgebender Verfahren nachgewiesen werden können. Obwohl fünf der sechs mit einer solchen Methodik durchgeführten Experimente signifikante, die Psi-Hypothese stützende Ergebnisse lieferten, ist deren Gesamtbewertung aufgrund methodischer Schwächen schwierig, wie die drei Autoren David Acunzo, Renaud Evrard (GfA-Mitglied!) und Thomas Rabeyron feststellen.

Am 22.3.2014 findet im ehemaligen Senatssaal, Gebäude 2170, 2. Obergeschoss in der Grabenstraße 3-5 in Heidelberg die diesjährige Mitgliederversammlung der GfA statt. Ein eintägiges Programm mit vier Vorträgen ist geplant:

Begrüßung

11.00 Uhr: Michael Nahm: "Die Entwicklung eines Zirkels für physikalischen Mediumismus: Persönliche Erfahrungen aus 21 Sitzungen"

11.45 Uhr: Gerhard Mayer: "Eine ungewöhnliche fotografische Anomalie"

12.30 Uhr: Pause mit kleinem Imbiss

13.30 Uhr: Fabian Fries: "(Grenz)Wissenschaft und Öffentlichkeit: Das Beispiel der '2012-Bewegung'"

14.15 Uhr: Andreas Anton: "Zum Umgang mit dem Paranormalen in der DDR: Ein Werkstattbericht zum DFG-Projekt 'Im Schatten des Szientismus'"

15.15 Uhr: Mitgliederversammlung 2014

Die Vorträge sind öffentlich.

Vorherige Anmeldung, möglichst bis zum 10. März 2014, ist erwünscht und per Email an info@anomalistik.de bzw. per Post an die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Anomalistik (Postfach 0243, D-79002 Freiburg i.Br.) zu senden.

Am 22.3.2014 findet im ehemaligen Senatssaal, Gebäude 2170, 2. Obergeschoss in der Grabenstraße 3-5 in Heidelberg die diesjährige Mitgliederversammlung der GfA statt. Ein eintägiges Programm mit vier Vorträgen ist geplant:

Perspektiven der Anomalistik Band 3

Soeben ist der dritte Band unserer neuen Buchreihe "Perspektiven der Anomalistik" erschienen. Er trägt den Titel "Im Schatten der Aufklärung: Grundzüge einer Theorie der Atopologie" und stammt vom Autor Klaus E. Müller, Prof. emer. für Ethnologie der Universität Frankfurt a.M. Er zeigt in seinem Buch auf, dass Telepathie, Hellsehen, Psychokinese und andere atopische Phänomene mehr in allen Kulturen Teil der Erfahrungswirklichkeit waren, bzw. es bis heute sind und versucht, sie als gegeben ernstzunehmen und eine Theorie der Atopologie zu entwickeln.