Der Artikel "Feeling the Future" von Daryl Bem hat in der wissenschaftlichen Community sehr hohe Aufmerksamkeit erlangt und Kontroversen ausgelöst. Inzwischen sind einige Replikationen der Experimente Bems mit unterschiedlichen Ergebnissen durchgeführt worden. Der russische, in Großbritannien tätige Psychologe Eugene Subbotsky, von dem schon einmal im Jahr 2010 ein Aufsatz als Studie des Monats zum Thema "Magische Suggestionen" vorgestellt worden war, hat nun ebenfalls die Bem'schen Ergebnisse mit drei Experimenten zu replizieren versucht, allerdings mit einem leicht veränderten Studiendesign. Während Daryl Bem in seinem Retroactive-Facilitation-of-Recall-Experiment die Kontrollbedingung zeitlich nicht von der Experimentalbedingung getrennt hatte und damit ein Doppelblinddesign anwendete, veränderte Subbotsky dieses Merkmal unter Beibehaltung aller anderen Details, um unter anderem möglichen Versuchsleitereffekten auf die Spur zu kommen.

In diesem Wintersemester findet an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg eine Ringvorlesung zum Thema Nahtoderfahrungen - Mythos und Realität statt. Die Veranstaltungen sind vom 30. Oktober bis 4. Dezember terminiert, jeweils mittwochs im Hörsaal 1015, Kollegiengebäude I. Die Vorlesenden sind Prof. Dr. Dieter Vaitl (Gießen, Freiburg), Prof. Dr. Werner Thiede (Erlangen-Nürnberg), Dr. Martin Herpers (Freiburg), Dr. Ina Schmied-Knittel (Freiburg), Dr. Michael Nahm (Freiburg) sowie Prof. Dr. Hans Peter Duerr (Heidelberg).

Details zu den jeweiligen Terminen entnehmen Sie bitte dem Ankündigungsblatt (PDF).

Zeitschrift für Anomalistik Band 13 (2013) Nr. 1+2

Soeben ist Ausgabe 1+2, Band 2013 der Zeitschrift für Anomalistik erschienen:

Mit Beiträgen von Lars Robert Krautschick, Katarzyna Ancuta, Florian G. Mildenberger, Wolfgang Ambach u.a.

In der Ausgabe sind Beiträge zu den Themen Repräsentation medialer Charakteristika von (Geister-)Fotografie im Horrorfilm, zu Geistern, Wiedergängern und Gespenstern als "Nebenwirkungen des Sterbens", zu Otto Prokop, dem Ministerium für Staatssicherheit und der Parapsychologie u.w.m. enthalten.

Das in den frühen 1970er Jahren entwickelte sogenannte Ganzfeld-Paradigma stellt einen der bislang erfolgreichsten experimentellen Ansätze der parapsychologischen Forschung dar. Wenngleich – wie man es ja aus der experimentellen Parapsychologie gewohnt ist – nicht jedes Experiment "erfolgreich" war, in dem Sinne, dass es zuverlässig signifikant von der Zufallserwartung abweichende Trefferquoten der Versuchsteilnehmer hervorbrachte, wurden im Laufe der nun fast vierzigjährigen Geschichte dieses Ansatzes mit bemerkenswerter Konstanz "erfolgreiche" Experimente durchgeführt. Die Studie des Monats stellt eine Reanalyse dieses Ansatzes vor, die Bryan J. Williams durchgeführt hat.

Das in den frühen 1970er Jahren entwickelte sogenannte Ganzfeld-Paradigma stellt einen der bislang erfolgreichsten experimentellen Ansätze der parapsychologischen Forschung dar. Wenngleich – wie man es ja aus der experimentellen Parapsychologie gewohnt ist – nicht jedes Experiment "erfolgreich" war, in dem Sinne, dass es zuverlässig signifikant von der Zufallserwartung abweichende Trefferquoten der Versuchsteilnehmer hervorbrachte, wurden im Laufe der nun fast vierzigjährigen Geschichte dieses Ansatzes mit bemerkenswerter Konstanz "erfolgreiche" Experimente durchgeführt. Die Studie des Monats stellt eine Reanalyse dieses Ansatzes vor, die Bryan J. Williams durchgeführt hat.