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Zeitschrift für Anomalistik Band 15 (2015) Nr. 3

Soeben ist Ausgabe 3 vom Band 2015 der Zeitschrift für Anomalistik erschienen:

Mit Beiträgen von

James Allan Cheyne, Gerhard Mayer, Sebastian Bartoschek und Anna Beniermann, Tim Sandmann, Mario Sedlak, Ulrich Magin, Gerd H. Hövelmann, Ricarda R. Zöhn, Eberhard Bauer, Alan Schink u.a.

Die letzte Ausgabe des Jahres 2015 enthält Artikel zu Maupassants ‚Der Horla‘ und der kulturhistorischen Transformation des Alien, zu Normwerten und Kurzformen der deutschen Fassung der Transliminalitätsskala, zu Intuition, Kontrolle und dem Glauben an die Astrologie, zu physikalischen Hindernissen bei der Umsetzung der im ‚Welsbach-Patent‘ beschriebenen Idee sowie Tagungsberichte zur gemeinsamen Jahrestagung der Parapsychological Association und der Society for Psychical Research 2015 in Greenwich, Ergebnisse der GfA-Mitgliederumfrage 2015 und vieles mehr.

Vielleicht passend zur dunklen Jahreszeit und den bevorstehenden Tagen zwischen Jahren möchte ich mit der letzten diesjährigen Studie des Monats ein historisches Thema in den Blickpunkt rücken, das eher obskure, teilweise geheimniskrämerische und teilweise tatsächlich okkulte Bewegungen betrifft, die aber dennoch allseits bekannt sind – zumindest dem Namen nach: der Templerorden und seine ‚Nachfolgeorganisationen‘. Der derzeit an der Universität Erlangen-Nürnberg tätige Historiker Matthias Heiduk hat eine erhellende Rekonstruktion verschiedener Rezeptionslinien des Templerordens vorgelegt, die einen Bogen von der Zeit der Aufklärung bis zu den 1990er Jahren spannt.

Auch heute noch ist Hypnose bei vielen Menschen mit Ängsten und Vorurteilen behaftet, wenngleich sie ein anerkanntes therapeutisches Verfahren darstellt. Die daran geknüpften Befürchtungen etwa bezüglich des Kontrollverlusts, der Willensbeeinflussung und des Ausschaltens von Moral, um nur einige zu nennen, sind weit verbreitet. Sie prägten die Geschichte der Integration der Hypnose in die Medizin und Psychotherapie als eine therapeutische Methode von Beginn an. In der aktuellen Studie des Monats analysiert die australische Historikerin Heather Wolffram den (aggressiven) Abgrenzungs- und Legitimierungsdiskurs, mit dem deutsche Mediziner wie Max Dessoir, Albert Moll und Albert von Schrenck-Notzing versucht haben, die ‚gute‘ medizinische Hypnose von der ‚schlechten‘ nicht-medizinischen Hypnose abzugrenzen.

Der britische Molekularbiologe und Wissenschaftsjournalist Johnjoe McFadden beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Phänomen quantenmechanischer Effekte in biologischen Systemen. Er hat zu diesem Thema schon einige populärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht. In der aktuellen Studie des Monats möchte ich einen – ebenfalls populärwissenschaftlich gehaltenen – Aufsatz präsentieren, in dem er auf eine verständliche Art und Weise die verblüffenden quantenmechanischen Eigenschaften einiger zentraler biologischer bzw. biophysikalischer Prozesse beschreibt.