Tagung der Gesellschaft für Anomalistik am 18.–19.4.2026 in Offenburg

Zwischen Erfahrung und Evidenz
Parapsychologie, Anomalistik und Außergewöhnliche Erfahrungen

Tagungsflyer im PDF-Format

 

Von 1986 an bis zum Jahr 2024 wurden die Workshops der 1981 gegründeten Wissenschaftlichen Gesellschaft zur Förderung der Parapsychologie e.V. (WGFP) in Offenburg abgehalten. Sie dienten dem wissenschaftlichen Austausch zu Themen der Parapsychologie und verwandter Gebiete. Damit waren sie als jährlich stattfindende Veranstaltungen einzigartig in Deutschland. Der Veranstaltungsort Offenburg – obgleich nicht der Nabel der Welt – war im Laufe der Jahre zu einem Teil der „Identität“ der Workshops geworden: Man traf sich jedes Jahr im Herbst in Offenburg ...

Organisiert wurden die Workshops über all die Jahre hinweg von Eberhard Bauer und Walter von Lucadou, die dies 2024 altersbedingt aufgegeben haben. Da es große thematische und personelle Überschneidungen der WGFP mit der Gesellschaft für Anomalistik gibt, hat sich der erweiterte Vorstand der GfA dazu entschlossen, mit der diesjährigen Tagung die Tradition der WGFP-Workshops aufzugreifen und als Veranstaltungsort ebenfalls Offenburg zu wählen.

Auch thematisch suchen wir direkte Anschlussmöglichkeiten und nutzen die Veranstaltung, um einen Überblick zum Forschungsstand in verschiedenen Feldern der Anomalistik und Parapsychologie in Deutschland zu geben. Das Spektrum reicht von der experimentellen Parapsychologie, von praktischen Anwendungen wie Remote Viewing, der klinischen Parapsychologie und Beratung, von Theorien von Psi, Aspekten der Laienforschung bis hin zu methodischen Problemen bei der UAP/UFO-Forschung. Damit wird zwar das Feld der Anomalistik nicht vollständig erfasst, spiegelt aber die typische thematische Vielfalt der WGFP-Workshops wider.

Die Tagung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, soll aber auch dem Austausch der Expert:innen dienen.

Anomalistik Podcast #48: Kosmische Biotope und ausserirdisches Leben

Prof. Dr. Dirk Schulze-Makuch

Gast: Prof. Dr. Dirk Schulze-Makuch

 

Xenoglossie bei Kindern mit Erinnerungen an frühere Leben

Die von dem amerikanischen Psychiater Ian Stevenson (1918 – 2007) begründete Forschung zu Fällen von Kindern, die sich an vorangegangene Leben zu erinnern scheinen, den sogenannten Cases of Reincarnation Type (CORT), ist faszinierend. Sie wird auch nach Stevensons Tod an der von ihm gegründeten Division of Perceptual Studies (DOPS) an der University of Virginia weitergeführt. Das dort angelegte Archive enthält inzwischen mehr als 2.000 dokumentierte Fälle. Zu den bemerkenswertesten, aber auch sehr seltenen Fällen gehören diejenigen, in denen Kinder fremde Sprachen sprechen können, ohne sie erlernt zu haben. Man bezeichnet dieses Phänomen als Xenoglossie. Die Autor:innen der Studie des Monats, die an der DOPS arbeiten, stellen einen Vergleich von CORT-Fällen mit und ohne Xenoglossie an. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob sich die Xenoglossie-Fälle durch bestimmte Merkmale auszeichnen.

Journal of Anomalistics / Zeitschrift für Anomalistik : Ausgabe 1/2025 erschienen

Zeitschrift für Anomalistik Band 25 (2025) Nr. 2

Die zweite Ausgabe 2025 des Journal of Anomalistics / Zeitschrift für Anomalistik ist erschienen und digital als Open-Access verfügbar!

Mit Beiträgen von Gerhard Mayer, Benedikt Grimmler, Evelyn Elsaesser, Chris A. Roe, Callum E. Cooper, Sophie Morrison und David Lorimer, Karl Baier, Sybo Schouten u.v.a.

„Der aufklärerische Impuls zeigte sich bei Johann Caspar Lavater darin, dass er versuchte, mit einem empirisch-experimentellen Angang die paranormalen Phänomene besser zu verstehen und Echtes vom Falschen (Einbildung, Betrug) zu trennen. In seiner Offenheit und Neugier paranormalen Phänomenen gegenüber, die auch mit Skepsis und dem Wunsch nach wissenschaftlicher Untersuchung verknüpft war, kann man ihn durchaus als einen Vorläufer der Vertreter der heutigen Anomalistik verstehen.“

Aus dem Editorial von Gerhard Mayer