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Studie des Monats

Wie wirken Rituale?

Gerhard Mayer 31. Juli 2013

Im Jahr 2002 wurde an der Universität Heidelberg der Sonderforschungsbereich "Ritualdynamik" (SFB 619) eingerichtet, der sich multidisziplinär ausschließlich mit dem Thema Rituale, deren Veränderungen und ihrer Dynamik befasst. Eine der vielen aus diesem SFB resultierenden Publikationen ist der spannende Sammelband mit dem Titel "The Problem of Ritual Efficacy" (2010), der vom Leiter des anthropologischen Instituts der Universität Heidelberg William S. Sax gemeinsam mit seinen Kollegen Jan Weinhold und Johannes Quack herausgegeben wurde. Erfreulicherweise wurde mir vom Verlag die Erlaubnis erteilt, das vorzügliche einleitende Kapitel von Sax als Studie des Monats online zur Verfügung zu stellen. Der Autor behandelt darin grundlegende Fragen zur Wirksamkeit von Ritualen und weist auf gängige Fehlschlüsse und Irrtümer hin, die die an den modernen Wissenschaftsparadigmen orientierte Forschung allzu oft prägen.

Weiterlesen: Wie wirken Rituale?

Der Einfluss menschlichen Bewusstseins auf Netzwerke von Neuronen

Gerhard Mayer 07. Juni 2013

Mit der aktuellen Studie des Monats soll ein preisgekrönter Aufsatz vorgestellt werden. Bei dem Preis handelt es sich um den von den International Consciousness Research Laboratories und dem neugegründeten Journal of Nonlocality ausgeschriebenen Mind-Matter Mapping Price, der an die in Toronto interdisziplinär forschende Wissenschaftlerin Larissa-Emilia Cheran ging. Cheran entwickelte eine hochauflösende Sensortechnik, mit der anhand zweier elektronischer Parameter der Metabolismus von Neuronenkulturen gemessen werden kann. In dem kurzen Aufsatz wird die Methode beschrieben und ein Experiment vorgestellt, bei dem ein Geistheiler mittels mentaler Konzentration eine Einflussnahme auf den Metabolismus eines Netzwerks von Neuronen bewirken soll, der dann auch nachgewiesen werden konnte.

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Erinnerungen an Nahtod-Erfahrungen

Gerhard Mayer 15. April 2013

Nahtoderfahrungen stellen nach wie vor ein sehr beachtetes und stark diskutiertes Forschungsthema dar, das themenbedingt in vielerlei Hinsicht an Grenzen und Grenzbereiche rührt. Für manche sind solche Erfahrungen starke Hinweise auf ein "Jenseits", ein Weiterleben nach dem Tod; andere sehen darin ein rein halluzinatives Geschehen, produziert durch das Gehirn in einem situativ bedingten Ausnahmezustand. Eine Forschergruppe der belgischen Coma Science Group hat sich aus kognitionspsychologischer Perspektive einen bestimmten Aspekt solcher Erfahrungen zum Gegenstand einer Untersuchung gewählt. In einem Vergleich mit anderen mentalen Vorgängen konnten Charakteristika der Erinnerungen an Nahtod-Erfahrungen herausgearbeitet werden.

Weiterlesen: Erinnerungen an Nahtod-Erfahrungen

Anthropologie und der ontologische Relativismus bei außergewöhnlichen Erfahrungen im Feld

Gerhard Mayer 18. Februar 2013

Der bekannte Ethnologe Ake Hultkrantz schrieb 1980 in einem Aufsatz zu dem Tabu der Anthropologen, über eigene außergewöhnliche Erfahrungen im Rahmen der Feldforschung in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu berichten. Er pointierte dies in seiner Überschrift: "(…) Was der Professor verschwieg". Inzwischen haben einige Forscher den Mut gefunden, über solche Dinge in einer Art und Weise zu berichten, die ihre eigene Bestürzung und Ergriffenheit nicht unterschlägt. Beispiele dafür findet man in dem von Young und Goulet herausgegebenen Sammelband "Being Changed" aus dem Jahr 1994. Mit der nun vorgestellten Studie des Monats kommt ein argentinischer Anthropologe zu Wort, der 1998 ungewöhnliche kugel- bzw. kreisförmigen Lichterscheinungen gemeinsam mit seinen Begleitern bei einem Ritt durch eine argentinische Hochebene erlebte.

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Formen von Halluzinationen und ihre kulturelle Einbettung

Gerhard Mayer 21. Dezember 2012

In der neuen Studie des Monats wird ein Aufsatz der bemerkenswerten psychologischen Anthropologin Tanya Luhrmann vorgestellt, die sich darin mit dem Phänomen der Halluzinationen beschäftigt. Mit ihrem kulturvergleichenden Ansatz differenziert sie verschiedene Varianten von halluzinativen Erfahrungen, die keineswegs alle als belastend erfahren und als pathologisch betrachtet werden müssen. In ihren Feldstudien zu charismatischen religiösen Gruppen in den USA bekam sie ebenso erwünschte und bereichernde Halluzinationserfahrungen berichtet, wie dies aus dem Bereich indigener Spiritualität, etwa aus Formen des Schamanismus bekannt ist.

Weiterlesen: Formen von Halluzinationen und ihre kulturelle Einbettung
  1. Paranormale Glaubensvorstellungen und das Vertrauen in die Wissenschaft
  2. Vom Nutzen der Grenzgebietsforschung für die Wissenschaft
  3. Vom Nutzen der Grenzgebietsforschung für die Wissenschaft
  4. Parapsychologische Forschung mit Doppelspaltexperimenten

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