In der neuen Studie des Monats wird ein Aufsatz der bemerkenswerten psychologischen Anthropologin Tanya Luhrmann vorgestellt, die sich darin mit dem Phänomen der Halluzinationen beschäftigt. Mit ihrem kulturvergleichenden Ansatz differenziert sie verschiedene Varianten von halluzinativen Erfahrungen, die keineswegs alle als belastend erfahren und als pathologisch betrachtet werden müssen. In ihren Feldstudien zu charismatischen religiösen Gruppen in den USA bekam sie ebenso erwünschte und bereichernde Halluzinationserfahrungen berichtet, wie dies aus dem Bereich indigener Spiritualität, etwa aus Formen des Schamanismus bekannt ist.

Die Frage, welchen Einfluss die Wissenschaft auf das Weltbild, die Glaubensvorstellungen und die Plausibilitätsannahmen einzelner Personen in den modernen, westlich orientierten Gesellschaften haben, wird besonders bei Gegenständen aus dem Bereich der Anomalistik virulent. Denn hier steht die alltagsweltliche und auch massenmedial transportierte Einstellung zu paranormalen Phänomenen oft derjenigen der "Wissenschaftsöffentlichkeit", d.h. also dem, was Vertreter der Wissenschaft zu diesen Themen popularisieren, deutlich entgegen. Genauer noch geht es bei dem Letztgenannten um das, was als populäres Bild von der Meinung oder Einschätzung "der Wissenschaft" vorherrschend ist. Zu diesem Verhältnis von populärer und wissenschaftlicher Meinung führten die Sozialpsychologen Ridolfo, Baxter und Lucas eine Untersuchung durch, die ich hier als Studie des Monats vorstellen will.

In der Sommerpause findet mancher vielleicht etwas mehr Zeit als üblich, sich auch grundlegenden Fragestellungen zur Anomalistik und deren Position innerhalb der Wissenschaft zuzuwenden. So möchte ich die Gelegenheit nutzen und einen Beitrag von Gerd Hövelmann vorstellen, den er für den soeben bei Ergon erschienenen und von Wolfgang Ambach herausgegebenen Sammelband "Experimentelle Psychophysiologie in Grenzgebieten" verfasst hat. Wie durch den Titel schon nahegelegt geht es in dem Kapitel um die wertvollen Beiträge, die die parapsychologische Forschung für verschiedene akademische Disziplinen sowohl in methodischer als auch in inhaltlicher Hinsicht geleistet hat und immer noch leistet.

In der Sommerpause findet mancher vielleicht etwas mehr Zeit als üblich, sich auch grundlegenden Fragestellungen zur Anomalistik und deren Position innerhalb der Wissenschaft zuzuwenden. So möchte ich die Gelegenheit nutzen und einen Beitrag von Gerd Hövelmann vorstellen, den er für den soeben bei Ergon erschienenen und von Wolfgang Ambach herausgegebenen Sammelband "Experimentelle Psychophysiologie in Grenzgebieten" verfasst hat. Wie durch den Titel schon nahegelegt geht es in dem Kapitel um die wertvollen Beiträge, die die parapsychologische Forschung für verschiedene akademische Disziplinen sowohl in methodischer als auch in inhaltlicher Hinsicht geleistet hat und immer noch leistet.

Das im Kontext der Quantenmechanik vielleicht bekannteste physikalische Experiment ist das sogenannte "Doppelspaltexperiment", bei dem ein Lichtstrahl auf eine mit zwei Schlitzen versehene Blende gerichtet wird und sich auf einem dahinter liegenden Schirm typische Interferenzmuster zeigen. Das für die Weltanschauung der klassischen Physik provozierende Merkmal besteht darin, dass auch Teilchen sich wie optische Wellen verhalten und entsprechende Interferenzmuster erzeugen, dass jedoch diese Wellenfunktion zusammenbricht, wenn ein Beobachter (Detektor) den Weg eines bestimmten Teilchens zu messen versucht. Die Beobachterabhängigkeit macht dieses experimentelle Design attraktiv für parapsychologische Experimente zur Geist-Materie-Interaktion. Der amerikanische Parapsychologe Dean Radin führte mit Kolleginnen und Kollegen insgesamt sechs Experimente durch, die mit optischen Doppelspaltsystemen konzipiert worden waren.