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Studie des Monats

Kritische Betrachtung von Interpretationen einer historischen “Nessie”-Fotografie

Gerhard Mayer 24. August 2022

Der August ist der klassische Monat dessen, was in der Presse das Sommerloch genannt wird, und das „Monster von Loch Ness“ gehört zu den typischen Sommerlochthemen. Mit der Studie des Monats klinke ich mich in diese Tradition ein und stelle ein jüngst im Journal of Scientific Exploration erschienenen Aufsatz zu den Interpretationen der ersten „Nessie“-Fotografie vor. Der Autor, Roland Watson, beschäftigt sich seit langem mit dem Mythos, den Sichtungen und ihrer Geschichte und betreibt auch einen Blog zu diesem Thema. Die Fotografie von Hugh Gray aus dem Jahr 1933, die ein bislang nicht hinreichend geklärtes Objekt auf der Wasseroberfläche zeigt, hat zu etlichen Deutungen geführt, deren Plausibilitätsgrad recht unterschiedlich beurteilen werden kann.

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Google Earth, Gesichter und andere Strukturen

Gerhard Mayer 28. Juni 2022

Das Abfotografieren der Erdoberfläche durch Satelliten und Flugzeuge sowie die Zusammenführung solcher Aufnahmen durch die Google-Earth-Software hat schon einige Merkwürdigkeiten zutage gebracht und interessante Entdeckungen ermöglicht. So etwa Geoglyphen, die aufgrund ihrer Größe nur aus der Luft erkennbar werden. Bei manchen Strukturen ist unmittelbar und unzweideutig klar, dass es sich um Artefakte handelt, wie zum Beispiel bei den Nazsca-Linien in Peru. Andere Strukturen wiederum lassen sich plausibel auf Pareidolie zurückführen, d.h. auf die Eigenschaft des menschlichen Gehirns, in zufälligen Mustern bedeutsame Objekte wie etwa Gesichter zu erkennen. Schließlich gibt es auch Fälle, die weder der einen noch der anderen Kategorie klar zugeordnet werden können. Die hier vorgestellte Studie des Monats betrifft die Untersuchung eines solchen Falles, des „Badland Guardians“.

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Teilchenphysik in der Krise – physikalischer Reduktionismus in der Krise?

Gerhard Mayer 20. April 2022

Es ist etwas gewagt, einen Text als Studie des Monats vorzustellen, den ich selbst nur teilweise verstehe, da er grundlegende Probleme der Teilchenphysik behandelt. Als Psychologe habe ich nur oberflächliche Kenntnis dieses Teilgebiets der Physik und manche Aspekte in dem Artikel „sind böhmische Dörfer“ für mich. Dennoch habe ich den Text als stimulierend empfunden, denn deren Autorin, die Physikerin und Wissenschaftsjournalistin Natalie Wolchover, gibt darin einen guten Überblick über die schwierige Situation der Elementarteilchenphysik. In diese Forschung fließen gigantische Summen, ohne dass während der letzten Jahre nennenswerte Erkenntnisse gewonnen worden wären … außer, dass die bisherigen reduktionistischen Lösungsversuche im Finden immer kleineren Teilchen offenbar auf einem falschen Verständnis der physikalischen Realität beruhen. Diesen Beinahe-Stillstand kann man sehr pessimistisch sehen und man könnte der theoretischen Physik und deren Modellen Realitätsferne vorwerfen; oder aber man kann – in einer optimistischeren Sichtweise – eine Situation kurz vor einem wissenschaftlichen Paradigmenwechsel im Sinne der Struktur wissenschaftlicher Revolutionen nach dem Wissenschaftsphilosophen Thomas Kuhn annehmen. Diese Möglichkeit jedenfalls erwähnt Wolchover gleich zu Beginn.

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Haben Nahtod-Erfahrungen eine evolutionäre Basis?

Gerhard Mayer 02. März 2022

Seit Jahrzehnten inzwischen wird Nahtoderfahrungen (NDE) ein ungebrochenes Interesse entgegengebracht. Das liegt vermutlich daran, dass solche Erfahrungen nicht so selten sind. Man schätzt, dass 4-8% der Bevölkerung einmal im Leben eine solche eindrucksvolle Erfahrung gemacht hat, wobei nicht immer tatsächliche Todesnähe oder Todesgefahr bestanden haben muss. Allein die persönliche Einschätzung daran, sich in einer solchen Situation zu befinden, kann zu einer NDE führen. Ein über die Eigenerfahrung hinausreichender Faktor für das anhaltende Interesse an diesen Erfahrungen ist die Tatsache, dass Berichte über solche Erfahrungen von vielen als starke Indikatoren für ein „Weiterleben der Seele“ nach dem körperlichen Tod gewertet werden. Diese besondere Qualität der NDE bringt auch viele Forscher dazu, nach konventionellen, non-transzendentalen Erklärungsmodellen für das Erleben zu suchen. Die hier vorgestellte Studie des Monats stellt eine solche konventionelle Erklärungshypothese dar, nach der NDE auf dem in der Biologie viel beobachteten Phänomen der Thanatose, also der Schreckstarre bzw. des Todstellreflexes basieren soll.

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Psychologische Beratung von Personen mit außergewöhnlichen Erfahrungen

Gerhard Mayer 06. Januar 2022

Thomas Rabeyron ist ein französischer klinischer Psychologe, der an der Université de Lorraine in Nancy arbeitet. Zusammen mit Renaud Evrard, einem GfA-Mitglied, und David Acunzo gründete er 2009 das Centre D’Information de Recherche et de Consultation sur les Expériences Exceptionelles (CIRCEE), eine Beratungsstelle für Personen mit außergewöhnlichen Erfahrungen. Mit dieser Gründung folgten sie dem Beispiel von Beratungseinrichtungen, wie sie auch das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg besitzt. Diese spezialisierten Institutionen sind notwendig, weil betroffene Personen häufig keine informierten und verständnisvollen Ansprechpartner in der konventionellen Psychologie und Medizin finden. Im Jahr 2013 hatten wir diesem Thema eine GfA-Tagung gewidmet. Inzwischen hat die französische Gruppe wichtige Arbeit in dem Bereich der klinischen Parapsychologie geleistet und unter anderem 2019 ein internationales Expertentreffen in Nancy organisiert. Nun hat Rabeyron einen exzellenten Überblick über die Beratungsarbeit mit Personen mit außergewöhnlichen Erfahrungen in Frontiers in Psychology veröffentlicht, den ich hier als Studie des Monats vorstellen möchte.

Weiterlesen: Psychologische Beratung von Personen mit außergewöhnlichen Erfahrungen
  1. „Zukunft“ und „Vergangenheit“ im Bereich der visuellen Wahrnehmung
  2. Merkwürdige Himmelsobjekte
  3. Was hat es mit Erinnerungen an frühere Leben auf sich?
  4. Das UFO als “Theorie-Maschine”. Zur Entstehung und Funktion von „Evidenz“

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