Der Historiker Christopher Laursen vom Geschichtlichen Institut der Universität von British Columbia (Vancouver, Kanada) ist auf der Suche nach Erfahrungsberichten von Poltergeistphänomenen, sowohl von Zeugen als auch Ermittlern, aus den Jahren 1945-1990. Er konzentriert sich auf Großbritannien, die USA und Kanada, ist außerdem aber sehr an Geschehnissen aus ganz Europa und der ganzen Welt interessiert. Sein Aufruf und Kontaktmöglichkeiten (englischsprachig) finden sich auf seiner Website:

http://christopherlaursen.com/2012/07/01/movingobjectsresearch/

Das im Kontext der Quantenmechanik vielleicht bekannteste physikalische Experiment ist das sogenannte "Doppelspaltexperiment", bei dem ein Lichtstrahl auf eine mit zwei Schlitzen versehene Blende gerichtet wird und sich auf einem dahinter liegenden Schirm typische Interferenzmuster zeigen. Das für die Weltanschauung der klassischen Physik provozierende Merkmal besteht darin, dass auch Teilchen sich wie optische Wellen verhalten und entsprechende Interferenzmuster erzeugen, dass jedoch diese Wellenfunktion zusammenbricht, wenn ein Beobachter (Detektor) den Weg eines bestimmten Teilchens zu messen versucht. Die Beobachterabhängigkeit macht dieses experimentelle Design attraktiv für parapsychologische Experimente zur Geist-Materie-Interaktion. Der amerikanische Parapsychologe Dean Radin führte mit Kolleginnen und Kollegen insgesamt sechs Experimente durch, die mit optischen Doppelspaltsystemen konzipiert worden waren.

Mit der aktuellen Studie des Monats soll auf eine Publikation hingewiesen werden, die vor etwas mehr als einem Jahr im Journal of Scientific Exploration erschienen ist, jedoch auf ältere Arbeiten zurückgeht. Der Artikel wurde von Suitbert Ertel verfasst, einem emeritierten Professor der Psychologie, der mit dem sogenannten Ballzieh-Test eine ökonomische Methode zur Durchführung von ASW-Experimenten entwickelt hat. Diese Methode wurde von vielen skeptischen Kollegen in verschiedener Hinsicht kritisiert und von Ertel, der sich dieser Kritik stellte, sukzessive verbessert, indem er stichhaltige Kritikpunkte entschärfte. Die Zeitschrift für Anomalistik veröffentlichte in den Ausgaben 2007(3) und 2009(1+2+3) Arbeiten Ertels, die sich auf Ballzieh-Test-Experimente bezogen. Der interessante Aspekt des hier vorgestellten Artikels besteht darin, dass es sich um eine Reanalyse von Replikationsexperimenten handelt, die von zwei Psychologiestudenten in London unter der Supervision des Skeptikers Prof. Christopher French durchgeführt worden waren und zu bemerkenswerten Ergebnissen führten.

Soeben ist der Jahresband 2011 (Ausgabe 1+2+3) der Zeitschrift für Anomalistik erschienen:Zeitschrift für Anomalistik Band 11 (2011) Nr. 1+2+3

Mit Beiträgen von Hans-Volkmar Findeisen, Christina Schäfer, Gerhard Mayer, Simon J. Sherwood, Wilhelm Mattes, Florian G. Mildenberger, Uwe Schellinger u.a.

Die Ausgabe behandelt Artikel zu schmanischen Trommelritualen, biografischen Integrationen außergewöhnlicher Erfahrungen, Erscheinungen schwarzer Hunde, gnostischer Arithmologie im neuen Testament, esoterischen Heilmittelanbietern und ihrer Verfolgung in Deutschland, historischen Überlieferungen paranormaler Erfahrungen im 20. Jahrhundert, einer parapsychologischen Konferenz in Brasilien und weiteres mehr.

Vom 15.-16.09.2007 führt die Gesellschaft für Anomalistik eine zweitägige Jahrestagung im Bildungshaus Schmerlenbach (bei Aschaffenburg) durch. Das Themenspektrum umfasst Vorträge zur Astrologie, Parapsychologie, Esoterik und ausführliche Diskussionen zu den Referaten.

Näheres entnehmen Sie bitte dem Tagungsprogramm (PDF)