Klinische Parapsychologie ist ein Begriff, der in den letzten Jahren zunehmend Beachtung auch außerhalb des engeren Feldes der Parapsychologie gewonnen hat. Er bezeichnet einen Ansatz, bei dem Ergebnisse der parapsychologischen Forschung in der psychologischen/ psychiatrischen Praxis und Beratung berücksichtigt werden. 2007 gab es eine erste internationale Konferenz zur Klinischen Parapsychologie in den Niederlanden. Die anlässlich dieser Veranstaltung gehaltenen Vorträge bilden die Grundlage eines soeben erschienenen und empfehlenswerten Sammelbandes Perspectives of Clinical Parapsychology, der von Wim H. Kramer, Eberhard Bauer und Gerd H. Hövelmann herausgegeben wurde. Für die aktuelle Studie des Monats habe ich ein Kapitel dieses Bandes ausgewählt, das einen Einblick in das Themenfeld aus einer eher phänomenologischen Sicht gibt.

Am 14.1.2012 fand in Freiburg i. Breisgau die diesjährige Mitgliederversammlung der GfA statt. Der bisherige Vorstand berichtete über die Tätigkeiten des Vereins in den Jahren 2009 bis 2011 und Planungen für das Jahr 2012 wurden diskutiert. Der Vorstand wurde entlastet und die Briefwahl des neuen Vorstands wurde ausgewertet. Im Ergebnis der Wahl wurden Dr. Gerhard Mayer als neuer Geschäftsführer, Andreas Anton als Schatzmeister, Dr. Edgar Wunder als Schriftführer und Jochen Ickinger als Revisor eingesetzt. Sieben weitere Mitglieder wurden in den Vereinsführungsausschuss berufen. Der neue Vorstand hat seine Tätigkeit für die GfA aufgenommen.

Soeben ist die Ausgabe 3 des Bandes 2010 der Zeitschrift für Anomalistik erschienen:Zeitschrift für Anomalistik Band 10 (2010) Nr. 3

Gerd H. Hövelmann (Hrsg.):

Historische Fallstudien zur Anomalistik

Mit Beiträgen von Ulrich Magin, Andreas Sommer, Uwe Schellinger, Andreas Anton, Michael Schetsche, Eberhard Bauer u.a.

Das Themenheft behandelt historische Forschungen zu kryptozoologischen und parapsychologischen Phänomenen: Sargons Seeschlange, Albert von Schrenck-Notzing und Albert Moll, Fanny Moser und grenzwissenschaftliche Experimente der deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg.

Im Zusammenhang der Aufarbeitung und Kommentierung des Tsunami-Ereignisses am 26. Dezember 2004 wurde verschiedentlich auf seltsames Verhalten von Tieren hingewiesen, das im Vorfeld der Katastrophe beobachtet worden war. Ähnliches gilt für das große Erdbeben, das im Jahr 2008 China heimsuchte (siehe Spiegel-Online-Artikel vom 16.5.2008). In der aktuellen Studie des Monats stellt eine internationale Forschergruppe ein geophysikalisches Erklärungsmodell für ein solches - auf 'Vorahnung' bzw. 'Vorwissen' des zu erwartenden Erdbebens beruhendes - auffälliges Verhalten von Amphibien vor.

Parapsychologische Forschung wird meistens mit dem europäischen und nordamerikanischen Raum assoziiert. Dass sich inzwischen - aus unserer Perspektive wenig wahrgenommen - an anderen Orten eine vitale Forscherszene entwickelt hat, konnte man während der 54th PA Convention feststellen, die in diesem Jahr erstmals in Brasilien stattfand. Dort stellte auch der japanische Biophysiker Prof. Hideyuki Kokubo seine aktuelle Forschung vor. Kokubo leitet die International Society of Life Information Science (ISLIS), ein Institut, das sich seit 1996 der anomalistischen Forschung widmet, regelmäßig Symposien veranstaltet und viele interessante Forschungsprojekte durchführte. Eine Reihe von Projekten, die Kokubo mit seinen Mitarbeitern seit einiger Zeit betreibt, beschäftigt sich mit dem Einfluss, den Heilerinnen und Heiler auf die Gasemissionen von verletzten Pflanzen ausüben.