Gerhard Mayer & Jürgen Kornmeier (2014):
Rätselhafte Objekte auf den Bildern einer Wildkamera -
oder: die Tücken der Wahrnehmung.
Zeitschrift für Anomalistik Band 14, Nr. 1, S. 6-23.

Animierte Bildfolgen zur Bilderserie. Siehe Artikel S. 14.


Bilderserie (3 Bilder) vom 2. Juli 2013  (f/2,8;  1/125sec; ISO 100; Bild aufgehellt, Belichtung korrigiert)

Bilderserie (3 Bilder) vom 2. Juli 2013
(f/2,8; 1/125sec; ISO 100; Bild aufgehellt, Belichtung korrigiert)
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Bilderserie vom 2.Juli 2013 – Ausschnitte mit dem Extra (f/2,8;  1/125sec; ISO 100; Bild aufgehellt, Belichtung korrigiert)

Bilderserie vom 2.Juli 2013 – Ausschnitte mit dem Extra
(f/2,8; 1/125sec; ISO 100; Bild aufgehellt, Belichtung korrigiert)


Bilderserie vom 2.Juli 2013 – Ausschnitte mit dem Extra (f/2,8;  1/125sec; ISO 100; Bild aufgehellt, Belichtung korrigiert, farblich verändert)
Bilderserie vom 2.Juli 2013 – Ausschnitte mit dem Extra
(f/2,8; 1/125sec; ISO 100; Bild aufgehellt, Belichtung korrigiert, farblich verändert)

Ina Schmied-Knittel

Zeitschrift für Anomalistik, ZfA Band 8 (2008), Nr. 1+2+3, S. 98-117.

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Zusammenfassung

Von Anfang an stellten Berichte über außergewöhnliche Erfahrungen – die Rede ist beispielsweise von Wahrträumen, geisterhaften Erscheinungen, Todesahnungen, Gedankenübertragungen oder UFO-Sichtungen – einen zentralen Forschungsgegenstand des Freiburger Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. dar. Jene Tradition lässt sich nicht nur an dem großen archivarischen Bestand entsprechender, meistens unaufgefordert eingesandter Erlebnisberichte ablesen, sondern vor allem an der Fülle sozialwissenschaftlicher Untersuchungen dieses Materials. Der Artikel gibt zunächst einen kurzen Überblick über diese Untersuchungen, die sowohl die weite Verbreitung außergewöhnlicher Erfahrungen in der Bevölkerung als auch inhaltliche und strukturelle Gemeinsamkeiten der Erlebnisberichte herausstellen. Im anschließenden Hauptteil wird sodann auf eine repräsentative Bevölkerungsumfrage fokussiert, die zur Jahrtausendwende am IGPP durchgeführt wurde und sich in Untersuchungsanliegen, -methodik und -befunden nicht nur in die angespro- chene Forschungstradition einreiht, sondern sie auch mit aktuellen und überraschenden Ergebnissen fortschreibt.

Das Phänomen der "Blickwahrnehmung" wissenschaftlich untersucht

Stefan Schmidt

Zeitschrift für Anomalistik, ZfA Band 8 (2008), Nr. 1+2+3, S. 32-54.

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Zusammenfassung

In dieser Übersichtsarbeit wird das Phänomen der Blickwahrnehmung aus empirischer Sicht diskutiert. Eine außersinnliche Blickwahrnehmung wird definiert als die Wahrnehmung eines Blickes, der sich außerhalb des Sehfeldes der beobachteten Person befindet. Hierzu liegen in der Anomalistik-Forschung eine große Zahl von Studien vor, die sich in zwei Experimentalparadigmen unterscheiden lassen. Zum einen direktes Anschauen mit einem bewussten verbalen Bericht der angeschauten Person als abhängige Variable (Typ A-Experiment), zum anderen indirektes Anschauen durch ein Kamerasystem und Aufnahme eines physiologischen Parameters als unbewusste abhängige Variable (Typ D-Experiment). Beide Ansätze werden in ihrer historischen Entwicklung dargestellt und über Metaanalysen zusammengefasst. In beiden Paradigmen zeigen sich auf unterschiedlichem Evidenzniveau kleine, aber signifikante Effekte. Hinsichtlich der Typ A-Experimente gibt es viele methodische Kontroversen und Schwierigkeiten, die ausführlich beleuchtet werden. Ein Experiment aus unserem eigenen Labor beschreibt einige Neuentwicklungen und verdeutlicht offene Fragestellungen in diesem Forschungsfeld. Insgesamt weist das vorliegende Material auf einen kleinen außersinnlichen Blickwahrnehmungseffekt hin, auch wenn die methodische Qualität der zugrundeliegenden Arbeiten nicht immer optimal ist. Dieser Effekt scheint mehr an die Intention des Beobachters als an den direkten (physischen) Blick gebunden zu sein. Die Bedeutung dieses Effekts im Alltag ist aber sehr gering, da der Effekt nur eine sehr kleine Effektstärke aufweist.

Gerhard Mayer und Michael Schetsche

Zeitschrift für Anomalistik, ZfA Band 8 (2008), Nr. 1+2+3, S. 6-9.

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Volltext

Im Jahr 1986 erschien ein von dem Publizisten Albert Sellner verfasster Reisebericht im Kursbuch. Der in ironischen Tonfall gehaltene und mit "Gutedel-Seligkeit" grundierte Reisebericht trug den Titel "Freiburg – locus occultus" (Sellner 1986). Der Autor ließ sich zu dieser Charakterisierung durch eine angebliche Äußerung eines Guru Baba Lama(1) anregen, der zwölf "heilige" Orte in aller Welt nannte, die angeblich über eine besondere "spirituelle" Ausstrahlung verfügen. Unter den so "ausgezeichneten" Orten befand sich auch das "Dreyeckland", also die Gegend zwischen Straßburg, Freiburg und Basel. Sellner hatte in seinem Text die Esoterikszene in den Blick genommen, die in Freiburg besonders viele und große Blüten trieb. Neben der Lektüre esoterischer Anzeigeblättern, dem Belauschen der studentischen Szene und dem Besuch zweier großer Esoterik-Buchverlage (Bauer und Aurum) trieb es Sellner auch hinauf auf die "Eichhalde", wo er ein Gespräch mit dem damals 76jährigen Leiter des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. (IGPP), Prof. Hans Bender, führte.

Peter Pütz, Matthias Gäßler, Jiri Wackermann

Zeitschrift für Anomalistik, ZfA Band 8 (2008), Nr. 1+2+3, S. 10-31.

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Zusammenfassung

In der hier beschriebenen Ganzfeld-Telepathie-Studie wurde eine modifizierte Prozedur eingesetzt, in welcher der intendierte anomale Informations- transfer vor den Teilnehmern verborgen wurde. Insgesamt 40 Paare nahmen an den Versuchen teil. Jede Sitzung bestand aus drei Durchgängen, jeder Durchgang aus einer "Kommunikations"- und einer "Rating"-Phase. In der "Kommunikations"-Phase befand sich einer der beiden Teilnehmer (A) im Ganzfeld, während der zweite Teilnehmer (B) einen wiederholt dargebotenen Videoclip betrachtete. In der "Rating"-Phase bewertete Teilnehmer A die Ähnlichkeit von vier Videoclips mit den inneren Wahrnehmungen im Ganzfeld, wobei einer von den vier Clips der von B gesehene "Target"- Clip war. Gleichzeitig fasste Teilnehmer B schriftlich den Inhalt des gesehenen Videoclips zusammen. Durchgänge, in denen dem "Target" der höchste Ähnlichkeitsgrad zugeordnet wurde, wurden als "korrekte Identifikation" gewertet. Das Target wurde in 32,5% der gesamten Durchgänge korrekt identifiziert, also signifikant häufiger als der Erwartungswert 25% (p = 0,039). Verteilungen von Rangplätzen aller vier bewerteten Clips zeigten allerdings keine signifikante Abweichung vom Erwartungswert. Die modifizierte experimentelle Prozedur ergibt Identifikationsraten, die mit den traditionellen Verfahren durchaus vergleichbar sind, ohne die Teilnehmer mit einer "unmöglichen" Aufgabe zu konfrontieren.