Bei dem hier vorgestellten Text handelt es sich nicht um eine wissenschaftliche Studie im eigentlichen Sinn, sondern um einen kurzen Essay eines New Yorker Professors für Philosophie, David Livingston Smith, den er in dem Online-Magazine Aeon veröffentlicht hat. Der Artikel kommt hier fast ein wenig spät, würde er doch besser an den Übergang vom Oktober zum November, nämlich zu Halloween, passen, denn er behandelt die Frage, was es genau ist, das ein Gefühl des Grusels und des Unheimlichen in den Menschen auslöst. Dieses Gefühl unterscheidet sich deutlich von anderen Formen der Angst, die durch verschiedenste Formen der Bedrohung ausgelöst werden können.

Livingstone Smith stellt verschiedene Theorien vor, mit denen versucht wird, die Ursachen bzw. Auslöser für dieses Gefühl zu bestimmen und findet schließlich auch eine plausible Lösung. Für die Anomalistik ist das Thema allein schon durch die Tatsache relevant, dass viele ihrer Gegenstände dafür prädestiniert sind, Gefühle des Schauderns und Gruselns zu erzeugen.

Livingstone Smith, David (2016): A theory of Creepiness. In: Aeon. Online verfügbar unter https://aeon.co/essays/what-makes-clowns-vampires-and-severed-hands-creepy