Profil der Zeitschrift für Anomalistik

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Cover der ZfADie Zeitschrift für Anomalistik versteht sich als ein wissenschaftliches Forum zur Förderung eines kontroversen Diskurses über wissenschaftliche Anomalien, außergewöhnliche menschliche Erfahrungen und sog. Parawissenschaften. Veröffentlicht werden empirische Forschungsberichte, allgemeine Abhandlungen zu methodischen, konzeptuellen, philosophischen oder wissenschaftshistorischen Aspekten, Review-Artikel, Kommentare und Diskussionsbeiträge, sowie Buchrezensionen. Leitende Forschungsfragen zu wissenschaftlichen Anomalien, außergewöhnlichen menschlichen Erfahrungen sowie Parawissenschaften sind die nach Wahrheitsgehalt und Erklärungsmodellen, nach den psychosozialen Hintergründen der damit verbundenen Überzeugungssysteme, sowie nach den sozialen Rahmenbedingungen von durch Anomalien provozierten Erkenntnisfortschritt in der Wissenschaft. Methodenpluralismus, konkurrierende wissenschaftstheoretische Ansätze, sowie interdisziplinäre Zugänge sind erwünscht.

Unter "Anomalien" werden unter wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen erzielte Beobachtungsergebnisse verstanden, die bisherigen theoretischen Vorstellungen und Annahmen über die Welt zu widersprechen scheinen, für die es also bisher noch keine Erklärung im Rahmen konventioneller Theorien zu geben scheint. Mit dem Überbegriff "außergewöhnliche menschliche Erfahrungen" werden subjektive Erlebnisse und Erfahrungen außerhalb von wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen bezeichnet, die als "querstehend" zur normalen Alltagserfahrung empfunden und deshalb oft als "paranormal", "transpersonal", "übernatürlich", "unerklärlich" "mysteriös" usw. eingestuft werden. "Parawissenschaften" sind deviante Systeme des Wissens, deren Akzeptanz, Legitimität und Geltung in einer Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, wobei die Semantik der "Wissenschaft" als Kampfmittel dient.

Beispiele für behandelte Themen

Unter dieser Perspektive werden in der Zeitschrift für Anomalistik zum Beispiel folgende Themen behandelt: Paranormale Überzeugungssysteme, Mondeinflüsse auf den Menschen, Nahtodes-Erfahrungen, UFO-Berichte, Kryptozoologie, Parapsychologie und Psi-Experimente, Außerkörperliche Erfahrungen, Astrologie, Paraphysik, Geomantie, Homöopathie, Morphische Felder, Reinkarnation, Radiästhesie, Wissenschaftsgeschichte, -theorie und -soziologie, Skeptizismus, Grenzgebiete der Psychologie u.a.m.

Diskussionen und kritische Kommentare

Wissenschaft lebt von Kritik und Gegenkritik. Deshalb fordert die Redaktion grundsätzlich zu allen Aufsätzen, die in einem vorhergehenden Peer-Review-Verfahren zur Publikation angenommen wurden, auch umfassende kritische Kommentare und Diskussionsbeiträge von anderen Experten an, die zusammen mit dem Ausgangsbeitrag in einem einzigen Heft veröffentlicht werden.

Autoren haben die Möglichkeit zu Repliken. Die Diskussion kann auf Wunsch auch in Folgeheften weiter fortgesetzt werden.

Die Zeitschrift für Anomalistik ist damit vor allem orientiert auf die Entwicklung eines konstruktiven wissenschaftlichen Dialogs. Sie bringt verschiedene Positionen und Ansätze miteinander ins Gespräch - unter Beachtung der in der Wissenschaft üblichen Standards.

Dies wird ergänzt durch Rezensionen aus unterschiedlichen Perspektiven.

Mit diesem Konzept hat die Zeitschrift den englischsprachigen Zetetic Scholar zum Vorbild, der von 1978 bis 1987 von dem amerikanischen Soziologen Marcello Truzzi (Direktor des Instituts für Soziologie an der Eastern Michigan University) herausgegeben wurde.

Mehr zur Ausrichtung und Funktion der Zeitschrift findet sich im Editorial der ersten Ausgabe.

Erscheinungsweise und Bezugsmöglichkeiten

Die Zeitschrift für Anomalistik erscheint mit 3 Nummern pro Jahr, wobei manche Hefte zu Doppelnummern oder Jahresheften zusammengefasst werden. Einzelhefte haben mindestens 80 Seiten, Doppelnummern mindestens 160 Seiten.

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