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| Wissenschaftssoziologische
Aspekte zu Parawissenschaften |
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Bauer, Henry H.
"Pathological Science" is not Scientific Misconduct (nor is it pathological)
In: International Journal for Philosophy of Chemistry 8, 5-20, 2002
Ausgehend vom
klassischen Abgrenzungsproblem von
Wissenschaft schildert der Autor die Diskursgeschichte des Begriffs
"pathologische Wissenschaft" und illustriert die Problematik an den Beispielen
N-Strahlen, Polywasser und kalter Kernfusion. Er argumentiert, dass in diesen
Beispielen weder moralische noch methodische Normen wissenschaftlicher Forschung
verletzt wurden und im übrigen auch das Konzept "pathologische Wissenschaft" in
der Wissenschaftsforschung keine Grundlage hat und der Begriff besser aufgegeben
werden sollte.
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Dossey, L.
The right man syndrom: skepticism and alternative medicine
In: Alternative Therapies 4, 12-19 / 108-114, 1998
Es
handelt sich um einen weiteren umfassenden Beitrag zur Kritik von
"Skeptiker"-Bewegungen mit speziellem Bezug zur Paramedizin. Als
"Right man syndrom" bezeichnet Dossey ein Bündel von Persönlichkeits-
und Verhaltensmerkmalen bei unfairen Kritikern der "Alternativmedizin".
Der Autor schlussfolgert, dass vom "Right man syndrom" betroffene
Personen sich auch durch wissenschaftliche Untersuchungen wohl niemals
von ihren Überzeugungen abbringen lassen würden.
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Martin, Brian
Strategies for Dissenting Scientists
In: Journal of Scientific Exploration 12 (4), 605-616, 1998
Vor
dem Hintergrund, dass der real existierende Wissenschaftsbetrieb
nicht zuletzt auch als ein System von Machtinteressen konzipiert
wird, werden mögliche Strategien von Wissenschaftlern untersucht,
die in diesem System verbreitete konventionelle Theorien herausfordern
und in Zweifel ziehen. Auch typische Reaktionen aus der scientific
community werden diskutiert.
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McCausland,
Ian
Anomalies in the History of Relativity
In: Journal of Scientific Exploration 13 (2), 271-290, 1999
Eine
wissenschaftshistorische Untersuchung, wie es dazu kommen konnte,
dass 1919 die Relativitätstheorie Einsteins sehr rasch von den
meisten Wissenschaftlern akzeptiert wurde, nachdem mitgeteilt wurde,
dass bei einer Sonnenfinsternis im Mai 1919 eine von der Theorie
vorausgesagte Ablenkung des Lichts der umgebenden Fixsterne beobachtet
worden war. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Messfehler
bei dieser Beobachtung viel zu groß waren, um als Beleg für den
vermuteten Effekt gelten zu können. Der Autor folgert, dass die
Beobachtungen im Rahmen der Sonnenfinsternis des Jahres 1919 und
der dadurch beförderte Paradigmenwechsel nicht etwa einen "Triumph
der Wissenschaft" darstellten, sondern eher einen Beleg dafür, wie
sehr Theorienakzeptanz von nicht-wissenschaftlichen, sozialen Faktoren
abhänge.
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Mousseau, Marie-Catherine
Parapsychology: Science or Pseudo-Science?
In: Journal of Scientific Exploration 17, 271-282, 2003
Anhand von Beobachtungen
auf einer Konferenz der Parapsychological Association sowie von Vergleichen zwischen
parapsychologischen und wissenschaftlichen Zeitschriften zu anderen Themen wird
geschlossen, dass die Unterstellung, Parapsychologen arbeiteten mit
"pseudowissenschaftlichen" Methoden, nach den dabei üblicherweise angelegten
Kriterien nicht zu halten ist.
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Richards, Cara
Problems Reporting Anomalous Observations in Anthropology
In: Journal of Scientific Exploration 17, 5-18, 2003
After centuries of
using scientific methods, the fund of knowledge has led to an erosion of the 'discovery'
attitude of early scientists. Practioners now base most of their ideas on received knowledge
and often simply accept as true what 'science knows'. Unfortunately, not all of the
assumptions based on these 'truths' or even the 'truths' themselves are correct. Yet
many scientists have reached a point where they now seem to believe if a phenomenon
cannot be explained, or does not fit easily into existing theory, it does not exist.
This attitude is similar to the beliefs of Europeans in the centuries before Columbus
who looked to Aristotle or the Bible as the source of all 'truth' and killed or exiled
those who questioned. In this article, I examine the consequences of some of the modern
assumptions. One assumption is that people never arrived in the Americas prior to about
11,000 years ago. The other is the assumption that there is something called the 'supernatural'
that must be understood by 'secular' explanations.
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Sheldrake,
Rupert
Experimenter Effects in Scientific Research: How Widely Are They
Neglected?
In: Journal of Scientific Exploration 12 (1), 73-78, 1998
Sheldrake
untersucht die Verbreitung des Gebrauchs blinder bzw. doppelblinder
Methoden in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen anhand
einer Inhaltsanalyse von 1423 Aufsätzen, die 1996/97 in wissenschaftlichen
Fachzeitschriften erschienen. Am geringsten war die Verbreitung
(doppel)blinder Methoden in den "harten" Naturwissenschaften Physik
und Chemie (0 % bei 237 untersuchten Arbeiten), gefolgt von der
Biologie (0,8 %), der Psychologie (4,9 %) und der Medizin (5,9 %).
Von 27 untersuchten Arbeiten, die in den "parapsychologischen" Zeitschriften
"Journal of Parapsychology" und "Journal of the Society for Psychical
Research" erschienen waren, hatten hingegen 23 (=85,2 %) einen (doppel)blinden
Charakter.
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Simon, Bart
Undead Science: Making Sense of Cold Fusion After the (Arti)fact
In: Social Studies of Science 29 (1), 61-85, 1999
Der
Aufsatz behandelt die wissenschaftssoziologisch interessante Frage
nach dem Status der aktuellen Forschung zur postulierten "kalten
Kernfusion", nachdem die Kontroverse im wissenschaftlichen Mainstream
im Jahr 1990 zu Ungunsten der "kalten Kernfusion" für beendet erklärt
wurde, gleichzeitig aber nach wie vor hunderte von Wissenschaftlern
in einer gewissen "Grauzone" der offiziellen Wissenschaft zum Problem
der "kalten Kernfusion" arbeiten. Die Autoren kommen zum Schluss:
"The issue of whether the controversy is in fact closed and Cold
Fusion is 'dead', or whether it is still 'alive', is considered,
and this dualism is rejected in favour of a hybrid category: Cold
Fusion is 'undead'. Reseachers continue to do scientific work, but
that work is configured by the experience of having 'lost' the controversy
in 1989-90. Consequently, Cold Fusion is 'alive', but it is not
scientific life as we, in science studies, typically understand
it."
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Tart, Charles
Spiritual Motivations of Parapsychologists? Empirical Data
In: Journal of Parapsychology 67, 181-184, 2003
Eine Umfrage
unter 77 Mitgliedern der Parapsychological
Association ergibt, dass 49 % die Aussage, sie hätten sich ursprünglich aus
spirituellen Motiven heraus mit parapsychologischen Fragen zu beschäftigen
begonnen, klar zurückwiesen. Nur 36 % antworteten hierauf mit "Ja".
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Letztes Update: 29.05.2004
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