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Gesellschaft für Anomalistik e.V.


Weitere unkonventionelle Therapie- und Diagnoseangebote

Dean, Geoffrey
Parallels between Phrenology and Astrology
In: Correlation 17 (1), 9-40, 1998

Der Autor rekonstruiert umfassend die Geschichte der Phrenologie im 19. Jahrhundert, die von der These ausging, dass man Charaktereigenschaften eines Menschen am Aussehen seines Kopfes erkennen könne. Die Phrenologie wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Pseudowissenschaft erkannt, starb aus und wird heute von niemandem mehr vertreten. Dean zeigt auf, dass die historische Phrenologie hinsichtlich des sozialen Kontexts, typischer Argumentationsstrukturen u.v.a.m. zahlreiche Parallelen mit der auch heute noch vertretenden Astrologie aufweist und sich insofern die gleiche Kritik, die an der Phrenologie geübt wurde, auch gegen die Astrologie wenden lässt.

 

Hemminger, Hansjörg
NLP in der Kirche. Auf der Suche nach Bewertungskriterien
In: Materialdienst der EZW 63 (7), 219-237, 2000

Geschildert werden Ideen und Methoden, die dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) zugrunde liegen, versehen mit kritischen Anmerkungen und Erläuterungen zu dabei auftretenden allgemeinen Wirkfaktoren und negative Nebenwirkungen. In der Form zusammenfassender Thesen wird ein Kriterienkatalog für die Frage entwickelt, welchen Status NLP in der Erwachsenen-, Lehrer- oder auch kirchlichen Fortbildung einnehmen sollte. Der Autor kommt zum Ergebnis: "Weder lässt sich das NLP eindeutig als wissenschaftlich fundiert und praktisch nützlich charakterisieren noch eindeutig als nutzlos und als Scharlatanerie."

 

Hines, T. M.
Comprehensive review of biorhythm theory
In: Psychological Reports 83, 19-64, 1998

Die Theorie der Biorhythmen besagt, dass alle Menschen drei verschiedenen Rhythmen unterworfen seien: ein 23-tägiger physischer Rhythmus, ein 28-tägiger emotionaler Rhythmus und ein 33-tägiger intellektueller Rhythmus. Die Zyklen beginnen mit der Geburt und werden angeblich bis zum Tode unabhängig von Umweltfaktoren durchlaufen. Der Autor untersuchte dazu 134 Studien, von denen 35 positive, d.h. die Biorhythmus-Theorie stützende Ergebnisse enthielten. Eine genauere Betrachtung offenbarte jedoch zahlreiche methodische und statistische Fehler in diesen Studien. Die restlichen 99 Studien enthielten keinerlei die Biorhythmus-Theorie unterstützende Befunde. Der Autor schlussfolgert, dass die Biorhythmus-Theorie als unzutreffend angesehen werden muss.

 

Johnson, S.K.; Frederick, J.; Kaufman, M.B.
A controlled investigation of bodywork in multiple sclerosis
In: Journal of Alternative and Complementary Medicine 5, 237-243, 1999

In dieser Blind-Studie wurden Effekte der Feldenkrais-Methode auf MS-Patienten untersucht. Demnach resultierte die Feldenkrais-Methode in einer signifikanten Stress- und Angstreduktion. Die Leistungsfähigkeit der Patienten zeigte sowohl nach Feldenkrais- als auch nach Placebo-Sitzungen einen nicht signifikanten positiven Trend. Auf MS-Symptome zeigten sich keine Auswirkungen.

 

Kebbell, M.R.; Wagstaff, G.F.
Hypnotic interviewing: the best way to interview eyewitness?
In: Behavioral Sciences and the Law 16, 115-129, 1998

Es handelt sich um ein Review zu der Frage, ob Hypnose ein geeignetes Mittel ist, um von Augenzeugen zusätzliche und sichere Informationen über beobachtete Geschehnisse zu erhalten. Dies wird von den Autoren aufgrund ihrer Literaturdiskussion bezweifelt.

 

Ng, B.-Y.
Qigong-induced mental disorders: a review
In: Australian and New Zealand Journal of Psychiatry 33, 197-206, 1999

Die in der englisch- und chinesischsprachigen Literatur veröffentlichten Studien zu Qigong werden zusammenfassend hinsichtlich der Fragestellungen diskutiert, inwiefern sich therapeutische Erfolge der Qigong-Praxis nachweisen lassen oder ob Qigong auch "mental disorders" auslösen könne. In beiden Fällen werden die Belege als nicht überzeugend eingestuft.

 

Thalbourne, Michael A.
In Search of Psi in the I Ching Meta-Hexagram
In: European Journal of Parapsychology 14, 125-129, 1999

The I Ching is an ancient book of divination deriving from China. Using it and (in modern times) three coins, the user poses a question to the Book and enters one (usually changing to two) of the 64 six-line structures (called hexagrams) for an answer to the question. In the present exploratory exercise, a tabulation was made of how many times each hexagram came up in a personal collection gathered over a period of nine years' consecutive use, in the hope of demonstrating deviation from change according to a number of measures. (It should be emphasised that no claims are traditionally made for the characteristics of the "meta-hexagram" so derived.) A meta-hexagram was derived for first hexagrams (N=696), but the chi-square goodness-of-fit test did not yield significant deviations from chance. The same outcome was found for the second hexagram (N=575). The number of static hexagrams (no changing lines, giving a single unchanging hexagram) was very close to the theoretical percentage. Moreover, mean number of changing lines did not differ significantly from Mean Chance Expectation.

 

Treugut, H.; Görner, C.; Lüdtke, R. et al.
Neue Aspekte der Kirlian-Fotografie: Reliabilität der Energischen Terminalpunktdiagnose (ETD) nach Mandel bei klinisch Kranken.
In: Albrecht, H.; Frühwald, M. (Hrsg.): Jahrbuch (Band 5) der Karl und Veronica Carstens-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. KCV-Verlag, Essen 1998, S. 153-166

Eine vorhergehende Studie ergab bei gesunden Personen, dass mit Kirlian-Fotografie gewonnenen Daten keine Reliabilität zukommt. In dieser Studie wurden 30 erkrankte Personen hinsichtlich der Reliabilität von mit Kirlian-Fotografie ermittelten Diagnosen untersucht. Die Reliabilität war so gering, dass die empirische Verteilung nur marginal von einer zufallsbedingten abwich.

 

Utsch, Michael
Wozu meditieren? Anspruch und Wirklichkeit aus psychologischer Sicht
In: Materialdienst der EZW 63 (4), 107-119, 2000

Der Beitrag beschäftigt sich zunächst mit verschiedenen Definitionen von "Meditation" und diskutiert dann anhand von konkreten Beispielen drei Funktionstypen: Meditation als Entspannungsmittel, Meditation als Konzentrationshilfe sowie Meditation als Weg zur Bewusstseinserweiterung. Abschließend werden auch Gefahrenquellen von Meditation kurz angesprochen.



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Letztes Update: 11.02.2005