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Gesellschaft für Anomalistik e.V.


Astrologie

Basler, Herbert
Sternzeichen und menschliches Verhalten: Die Auskunft der Statistik
In: Spektrum der Wissenschaft 8/99, 94-100, 1999

Ein kritischer Beitrag zum Buch "Die Akte Astrologie" von Gunter Sachs, der sich vor allem auf die grundsätzliche Frage konzentriert, inwiefern statistische Korrelationen kausal interpretiert werden dürfen.

 

Berger, Dominik; Zenner, Christiane
Horoskope - Anspielungen, die vom Himmel fallen
In: Zwischenschritte. Beiträge zu einer morphologischen Psychologie 2/96, 70-81, 1996

Verschiedene Umgangsweisen mit Horoskopen werden aus psychologischer Perspektive hinterfragt. Das Horoskop wird dabei als eine Projektionsfläche für das "Seelische" verstanden.

 

Blackmore, Susan; Seebold, Marianne
The Effect of Horoscopes on Women's Relationships
In: Correlation 19 (2), 14-28, 2001

Um zu untersuchen, ob sich Menschen durch Zeitungshoroskope in ihrem Verhalten und Empfinden beeinflussen lassen, erhielten 46 Frauen als Versuchspersonen angeblich echte Horoskope mit Voraussagen in Liebesangelegenheiten. Die eine, zufällig ausgewählte Hälfte der Frauen bekam Horoskoptexte, in denen eine günstige Entwicklung in Liebesangelegenheiten prophezeit wurde, die andere Hälfte dagegen Horoskoptexte, die in dieser Hinsicht neutrale Informationen enthielten. (Von negativen Prophezeiungen wurde aus ethischen Gründen abgesehen.) Nach sechs Wochen erhielten die Frauen erneut einen Fragebogen, in dem sie über die gegenwärtige Qualität der Beziehung zu ihrem Lebenspartner Auskunft geben sollten. In der Tat stellte sich heraus, dass diejenigen Frauen, die positive Liebeshoroskope bekommen hatten, mit der Beziehung zu ihrem Partner nun tendenziell zufriedener waren als die andere Hälfte der Frauen, die nur neutrale Informationen bekommen hatten. Der Unterschied zwischen beiden Gruppen war jedoch noch nicht signifikant.

 

Campion, Nick
The Start of the Age of Aquarius
In: Correlation 19 (1), 7-16, 2000

Präsentiert wird eine umfassende Aufstellung von über 100 Datierungsversuchen für den Beginn des "Wassermann-Zeitalters", wie sie seit 1879 vorgenommen werden. Die früheste Datierung ist 1457, die späteste 3550 n.Chr., so dass sich insgesamt nur völlige Uneinigkeit konstatieren lässt.

 

Catani, Remo
The Polemics on Astrology 1489-1524
In: Culture and Cosmos 3 (2), 16-30, 2000

Der Artikel zeichnet die intellektuellen Auseinandersetzung zur Astrologie um das Jahr 1500 nach und legt dabei ein besonderes Gewicht auf die Argumentation von Pico della Mirandola, der als profiliertester und wirkungsmächtigster Kritiker der damaligen Astrologie dargestellt wird.

 

Curry, Patrick
Astrology on Trial, and its Historians: Reflections on the Historiography of 'Superstion'
In: Culture and Cosmos 4 (2), 2000

Anhand historischer Beispiele aus der Geschichte der Kontroverse um die Astrologie in früheren Jahrhunderten problematisiert der Autor die Frage, inwiefern heutige Geschichtsschreiber wertende Parteinahmen in diesen Kontroversen, die das Geschichtsbild verzerren, vermeiden können.

 

Dean, Geoffrey; Kelly, Ivan W.
Is Astrology Relevant to Consciousness and Psi?
In: Journal of Consciousness Studies 10, 175-198, 2003

Ausgehend vom allgemeinen Forschungsstand bei der Prüfung verschiedener astrologischer Hypothesen problematisieren die Autoren die Erklärungskraft der in der Literatur zuweilen zu findenden Annahme, manche astrologischen Evidenzerlebnisse könnten auch "Psi" zugeschrieben werden.

 

Dean, Geoffrey
Parallels between Phrenology and Astrology
In: Correlation 17 (1), 9-40, 1998

Der Autor rekonstruiert umfassend die Geschichte der Phrenologie im 19. Jahrhundert, die von der These ausging, dass man Charaktereigenschaften eines Menschen am Aussehen seines Kopfes erkennen könne. Die Phrenologie wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Pseudowissenschaft erkannt, starb aus und wird heute von niemandem mehr vertreten. Dean zeigt auf, dass die historische Phrenologie hinsichtlich des sozialen Kontexts, typischer Argumentationsstrukturen u.v.a.m. zahlreiche Parallelen mit der auch heute noch vertretenden Astrologie aufweist und sich insofern die gleiche Kritik, die an der Phrenologie geübt wurde, auch gegen die Astrologie wenden lässt.

 

Dean, Geoffrey
Astrology and Human Judgement
In: Correlation 17 (2), 24-71, 1999

Eine umfassende Zusammenstellung psychologischer Mechanismen, die im Zusammenhang mit der Astrologie die Urteilsbildung von Menschen beeinflussen können.

 

Dean, Geoffrey
Attribution, a pervasive new artifact in the Gauquelin data
In: Astrology under Scrutiny / Astrologie in Onderzoek 13 (1/2), 1-72, 2000

Dies ist mit Sicherheit eine der bedeutendsten Veröffentlichungen zur Gauquelin-Thematik seit vielen Jahren. Dean präsentiert in dieser umfassenden Abhandlung zahlreiche Indizien, die darauf hindeuten, dass Eltern des 19. Jahrhunderts bei der Meldung der Geburt ihrer Kinder an die zuständigen Ämter die Geburtszeiten teilweise manipuliert und an ihre abergläubischen Vorstellungen, welche Geburtszeiten besonders günstig seien (auch in Abhängigkeit der Planetenstände), angepasst haben. Er argumentiert, dass der entsprechende Bias in Richtung und Stärke ausreichen könnte, um die von Gauquelin festgestellten Effekte vollständig zu erklären. Die recht komplexe Argumentation, die hier nicht wiedergegeben werden kann, ist in einem dreiseitigen Abstract zusammengefasst, das im Internet auf der Homepage von Rudolf Smit nachgelesen werden kann. Der Untersuchung ist eine Stellungnahme von Suitbert Ertel angefügt, der Deans Argumentation anzweifelt, sowie eine Replik Deans, in der Ertels Einwände zurückgewiesen werden.

 

Downey, Jerrold L.
Sex and the Barnum Effect: A Reply to Layne
In: Psychological Reports 84, 424-426, 1999

Diskutiert werden mögliche Erklärungen für kürzlich publizierte Ergebnisse, wonach Frauen stärker als Männer dem "Barnum-Effekt" unterliegen, der nicht selten auch zur Erklärung von z.B. astrologischen Evidenzerlebnissen angeführt wird.

 

Ertel, Suitbert
Bulky Mars Effect Hard to Hide: Comments on Dommanget's Account of the Belgian Skeptics' research
In: Journal of Scientific Exploration 14 (3), 431-446, 2000

Der Autor weist die Vorstellungen des belgischen Astronomen Jean Dommanget zurück, wonach sich keine sicheren Angaben zur Zufallserwartung für die von Gauquelin gefundenen Effekte ermitteln ließen. Es handelt sich um die bisher umfassendste und tiefgehendste Kritik dieser Argumentation, die außer von Dommanget selbst von keinem anderen Untersucher der Gauquelin-Effekte für berechtigt gehalten wird.

 

Ertel, Suitbert
Debunking with Caution - Cleaning Up Mars Effect Research
In: Correlation 18 (2), 9-41, 2000

Im Kontext der Mars-Effekt-Kontroverse versucht der Autor ihm gegenüber von J.W. Nienhuys erhobene Manipulationsvorwürfe zu entkräften und verbindet dies umgekehrt mit Manipulationsvorwürfen an die Adresse seiner Kritiker am Beispiel noch offener Fragen im Kontext des von Kurtz et al. um 1980 durchgeführten Mars-Effekt-Tests.

 

Ertel, Suitbert
Wissenschaftliche Qualität und progressive Dynamik im Gauquelin-Paradigma
In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie 28, 104-135, 1986

Es wird ausgeführt und begründet, warum die von Gauquelin initiierten Untersuchungen zu Planeten-Effekten zumindest bis Mitte der 80er Jahre als Beispiel eines progressiven Forschungsprogramms im Sinne von Lakatos gelten mussten. Dargestellt werden die verschiedenen Theoriekomponenten von Gauquelins Ansatz und inwiefern sie sich bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Aufsatzes empirisch bewährten.

 

Ertel, Suitbert
Raising the Hurdle for the Athletes' Mars Effect: Association Co-Varies With Eminence
In: Journal of Scientific Exploration: 2 (1), 53-82, 1988

Anhand von Zitatauszählungen berühmter Sportler wird Gauquelins Eminenzhypothese überprüft, wonach die Berühmtheit der Sportler positiv mit der Stärke des "Mars-Effekts" korrelieren soll. Die Hypothese bestätigt sich.

 

Ertel, Suitbert
Purifying Gauquelin's ,Grain of Gold': Planetary Effects Defy Physical Interpretation
In: Correlation 9 (1), 5-23, 1989

Gauquelins naturwissenschaftlich orientierte Erklärungsversuche für die von ihm festgestellten Planeten-Effekte ("midwife-Hypothese") werden empirisch zurückgewiesen, da die Effektstärke nicht mit astronomischen Variablen (z.B. der Planetenentfernung) oder mit der geomagentischen Aktivität korreliert.

 

Ertel, Suitbert; Irving, Kenneth
Biased Data Selection in Mars Effect Research
In: Journal of Scientific Exploration 11 (1), 1-18, 1997

Der Autor vertritt in diesem Aufsatz die These, dass die von verschiedenen "Skeptiker"-Organisationen zusammengestellten Datensätze zum "Mars-Effekt" im Gegensatz zu den öffentlichen Erklärungen dieser Organisationen deutliche Hinweise auf die Realität dieses Planeteneffekts zeigen. Die Datensätze der "Skeptiker" wiesen zudem einen mehr oder minder starken Selektionsbias zuungunsten des Effekts auf. In einer daran anschließenden Replik kritisieren Kurtz et al. die Argumentation des Autors.

 

Fuzeau-Braesch, Suzel
Causal or esoteric astrology? A review of the notions of symbol, synchronicity and archetype vis-ä-vis science
In: Correlation 21 (l), 22-29, 2002

Die Autorin unterzieht die Konzepte "Symbole", "Archetypen" und "Synchronizität" in Bezug auf die Astrologie einer kritischen Analyse. Sie kommt zur Schlussfolgerung, dass sie nicht tragfähig seien und als bloße 'modische' Sprechweisen ohne analytischen Gehalt viel dazu betragen, die Reputation der Astrologie zu unterminieren und Kritiker der Astrologie in ihrer Ablehnung zu bestärken. Dem Aufsatz folgt ein kritischer Kommentar von Christopher Bagley.

 

Herrmann, Dieter B.
Astronomisches Wissen und astrologischer Glaube
In: Astronomie+Raumfahrt 36 (3), 14-17, 1999

Es handelt sich um eine überarbeitete und erweiterte Fassung eines bereits in Sterne und Weltraum 37 (8-9), 732-735, publizierten Aufsatzes. 640 Besucher des Berliner Zeiss-Planetariums wurden befragt, um Korrelate des Glaubens an Astrologie zu ermitteln.

 

Hover, Detlef
Astrologie und Beratung. Ergebnisse einer Befragung unter Astrologen
In: Meridian 5/2001, 44-48

Ergebnisse einer im Jahr 2000 unter 163 deutschen Astrologen durchgeführten Umfrage werden präsentiert. Dieser erste Teil behandelt Soziodemographie, angewandte astrologische Techniken, Erfahrungen, Arbeitsgebiete und Beratungsangebote der Astrologen.

 

Hover, Detlef
Astrologie und weltanschauliche Fragen. Ergebnisse einer Befragung unter Astrologen
In: Meridian 1/2002, 48-54

In diesem zweiten Teil der Präsentation von Umfrageergebnissen unter 163 DAV-Astrologen werden die Antwortverteilungen zu Religions- und Weltanschauungsfragen sowie zum astrologischen Selbstverständnis vorgestellt.

 

Kelly, Ivan W.
Why Astrology Doesn't Work
In: Psychological Reports 82, 527-546, 1998

Untersucht werden Strategien der Immunisierung gegen Kritik unter Astrologen. Im Zuge immer besserer wissenschaftlicher Tests sei die Selbstimmunisierung durch Ad hoc-Hypothesen mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sich Astrologie als ein geschlossenes, unwiderlegbares ideologisches System darstelle, dem jede empirische Fundierung fehle.

 

Lillqvist, Outi; Lindeman, Marjaana
Belief in Astrology as a Strategy For Self-Verification and Coping With Negative Life-Events
In: European Psychologist 3 (3), 202-208, 1998

20 Teilnehmer eines Astrologiekurses in Helsinki (Finnland) wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, die aus 30 Teilnehmern eines Psychologie- sowie eines Deutschkurses bestand. Es stellte sich heraus, dass die Teilnehmer am Astrologiekurs im Vergleich zur Kontrollgruppe häufiger persönliche Krisen durchlebt hatten, nicht jedoch traumatische Erfahrungen. Im Verlauf des Astrologiekurses erhöhte sich die Sicherheit der Teilnehmer bezüglich ihres Selbstbildes bzw. ihrer Selbstbeschreibung sowie der empfundenen Selbstkontrolle - ein Effekt, der bei den Teilnehmern des Psychologie- und des Deutschkurses nicht zu beobachten war.

 

Mortensen, Preben Bo; Pedersen, Carsten Bocker; Westergaard, Tine; Wohlfahrt, Jan; Ewald, Henrik; Mobs, Ole; Andersen, Per Kragh; Melbye, Mads
Effects of Family History and Place and Season of Birth on the Risk of Schizophrenia
In: New England Journal of Medicine 340, 603-608, 1999

Persönlichkeitseigenschaften von Menschen sind nach zahlreichen früheren Studien nicht von der Jahreszeit der Geburt (bzw. dem Sonnenstand in den Tierkreiszeichen) abhängig. Die einzige bisher gut belegte Aus-nahme scheint nach verschiedenen Untersuchungen das Risiko zu bilden, an Schizophrenie zu erkranken. Die vorliegende Studie untersuchte 2669 Schizophrenie-Fälle in Dänemark. Auch unter Kontrolle der familialen Herkunft (aus Familien, in denen schon andere Personen an Schizophrenie erkrankten) sowie des Wohnorts (Schizophrenie tritt in urbanen Regionen häufiger auf als in ländlichen) war ein deutlicher Jahreszeiteneffekt nachweisbar: Das höchste Risiko an Schizophrenie zu erkranken haben im Februar und März geborene Menschen.

 

Müller, Arno
Ist die Character-Trait-Hypothese Gauquelins endgültig widerlegt?
In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie 38, 136-157, 1996

Präsentiert werden Ergebnisse einer neuen Kontrolluntersuchung zu Michel Gauquelins These, dass Zusammenhänge zwischen Charaktereigenschaften und Planetenstellung bestünden (die von Gauquelins anderer, bekannterer These zu unterscheiden ist, es bestünden Zusammenhängen zwischen der Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen und Planetenstellung). Wie auch alle anderen früheren, von Gauquelin unabhängigen empirischen Studien zu dieser These, so kommt auch diese Untersuchung zu dem Resultat, dass keinerlei derartige Zusammenhänge nachweisbar sind. Der Autor folgert, dass die Gesamtheit der bisher vorliegenden Ergebnisse zu Gauquelins "Character-Trait-Hypothese" so eindeutig negativ sei, dass man auf weitere Untersuchungen dazu verzichten und die Hypothese getrost "begraben" könne.

 

Ruppert, Hans-Jürgen
Vom Sternenkult zum Computerhoroskop. Weltanschauliche Deutungsansätze der Astrologie
EZW-Texte Nr. 150, 18 Seiten
Kostenlose Anforderung dieses Heftes ist möglich bei der EZW, Auguststraße 80, 10117 Berlin

Der Aufsatz bietet einen Überblick zu den wichtigsten weltanschaulichen Grundströmungen in der Geschichte der Astrologie und zeichnet die historische Entwicklung und ihre Hintergründe systematisch nach. Behandelt werden astralreligiöse Vorstellungen in Mesopotamien, die antike "klassische" Astrologie, die esoterische Astrologie, die "revidierte" Astrologie sowie die Astrologie der Gegenwartskultur, die als "säkularisiert" gekennzeichnet wird.

 

Scofield, Bruce
Gaia and Astrology: The Living Earth and Astrological Theory
In: National Council for Geocosmic Research Journal 2000/2001, 26

Es werden Beziehungen zwischen der Gaia-Hypothese (derzufolge die Erde als Lebewesen oder Organismus angesehen werden müsse) und den Grundannahmen der Astrologie hergestellt, was in dem Versuch gipfelt, die Astrologie durch die Gaia-Hypothese theoretisch zu fundieren.

 

Strimer, Steve
Synchronicity and Jung's Astrological Experiment
In: National Council for Geocosmic Research Journal 2000/2001, 45-53

Da Carl Gustav Jungs Begriff der "Synchronizität" häufig von Astrologen zur Erklärung astrologischer Evidenzerlebnisse herangezogen wird - ohne den von Jung gesetzten Kontext zu beachten -, gibt der Autor in diesem Artikel anhand zahlreicher Jung-Zitate einen umfassenden Überblick zu Jungs Synchronizitätsverständnis und dessen speziellem Verhältnis zur Astrologie.

 

Thiede, Werner
Astrologie und kosmischer Christus
In: Materialdienst der EZW 64 (9), 281-293, 2001

Dieser Artikel ist der Abdruck eines Vortrags an der Evangelischen Akademie Bad Herrenalb aus dem Jahr 2000 und gleichzeitig Auszug aus der Habilitationsschrift der Autors zum Thema "Kosmischer Christus". Es werden historische Querverbindungen zwischen der Astrologie und der Idee eines "kosmischen Christus" belegt, die theosophischen Ursprünge dieses Konzepts nachvollzogen, sowie "aufgezeigt, wie theologisch angemessen vom ,kosmischen Christus' gesprochen werden kann und welche Konsequenzen sich daraus für astrologische Einstellungen ergeben".

 

Van Rooij, Jan J.F.
Self-Concept in Terms of Astrological Sun-Sign Traits
In: Psychological Reports 84, 541-546, 1999

422 Befragte gaben an, wie gut 96 Persönlichkeitseigenschaften auf sie persönlich zutrafen. Die Aussagen waren astrologischer Literatur zu den 12 Tierkreiszeichen entnommen, jedes Tierkreiszeichen war durch 8 Aussagen repräsentiert. Untersucht wurde, ob die Befragten vor allem die Aussagen zu ihrem eigenen Sonnenzeichen als besonders zutreffend empfanden. Dies traf nur für Befragte zu, die in einem weiteren Fragebogen nachweisen konnten, dass sie über gewisse astrologische Kenntnisse zu den den 12 Tierkreiszeichen zugeschriebenen Eigenschaften verfügten, während sich bei Befragten mit nur geringen astrologischen Kenntnissen keine signifikante Korrelation ergab. Das Ergebnis wird im Sinne eines Selbstattribuierungs-Effekts gedeutet, wonach astrologische Kenntnisse die Selbstwahrnehmung einer Person beeinflussen können.

 

von Stuckrad, Kocku
Entsprechungsdenken als Grundform esoterischer Weltdeutung: Das Beispiel Astrologie
In: Spirita 1/99, S.12-17, 1999

Im Anschluss an Ernst Cassier und seine eigene umfassende Dissertation zum gleichen Thema versucht der Autor Grundprämissen der astrologischen Weltinterpretation herauszuarbeiten.

 

Wackford, Michael
The Polar Horoscope
In: Correlation 19 (2), 54-61, 2001

Ein immer wieder auftauchendes Argument gegen die Astrologie lautet, dass astrologische Häusersysteme nördlich des Polarkreises zusammenbrechen bzw. nicht mehr sinnvoll anwendbar sind. Der Autor diskutiert diese Behauptung anhand eines Vergleichs verschiedener Häusersysteme und stellt einige der üblichen Fehlvorstellungen richtig.

 

Waterfield, Robin
The Evidence for Astrology in Classical Greece
In: Culture and Cosmos 3 (2), 3-15, 2000

Der Autor versucht in diesem Artikel zu belegen, dass die von Historikern weitgehend geteilte Auffassung, die Astrologie habe im antiken Griechenland erst im dritten vorchristlichen Jahrhundert fußfassen können, nicht haltbar ist, sondern sie vielmehr bereits in früheren Jahrhunderten in Griechenland verbreitet gewesen sei.

 

Wiesendanger, Harald
Die Medizin, die in den Sternen steht
In: Der Heiler 2/98, 30-42, 1998

Eine umfassende und kritische Diskussion von empirischen Studien, die angeblich positive Resultate für die "Astromedizin" erbrachten. Wiesendangers ernüchternde Schlussfolgerung: "Kurzum, in Wahrheit bröckelt die vermeintlich 'wissenschaftliche Grundlage' der astrologischen Medizin, wo immer man mit Nachdruck den Finger darauf legt".

 

Wunder, Edgar
Self-attribution, sun-sign traits, and the alleged role of favourableness as a moderator variable: long-term effect or artefact?
In: Personality and Individual Differences 35, 1783-1789, 2003

Diskutiert wird die Rolle von Selbstattributionseffekten bei der Genese von astrologischen Evidenzerlebnissen in Bezug auf die 12 Tierkreiszeichen (Sonnenzeichen). In Erwiderung auf eine Studie von Hamilton (2001) wird ausgeführt, dass die relative Zustimmungsbereitschaft zu den Persönlichkeitsprofilen einzelner Tierkreiszeichen hier irrelevant sei, weil in der Alltagspraxis typischerweise keine Vergleiche zwischen Tierkreiszeichen vorgenommen würden. Unter 1700 deutschen Befragten fanden sich keine Unterschiede im Astrologieglauben in Abhängigkeit vom Sonnenzeichen. Die Ergebnisse von Hamilton (2001) werden als Artefakte eingeordnet.

 

Wunder, Edgar; Hermann Dieter B.
Astronomisches Wissen und astrologischer Glaube - gibt es Zusammenhänge?
In: Sterne und Weltraum 37 (8-9), 732-735, 1998

Die Autoren berichten über die Ergebnisse einer Umfrage unter 640 Besuchern des Berliner ZEISS-Großplanetariums, bei der untersucht wurde, ob sich Astrologieglaube durch einen Mangel an astronomischen Wissen erklären lässt und inwiefern Unterschiede im Astrologieglauben zwischen West- und Ostdeutschland auf den früheren obligatorischen Astronomie-Schulunterricht in der DDR zurückgeführt werden können. Beide Fragen werden aufgrund der empirischen Ergebnisse von den Autoren verneint.

 

Wunder, Edgar
Die Astrologie ringt um ihre Institutionalisierung
In: Materialdienst der EZW 64 (3), 91-97, 2001

Nach einem kurzen Überblick zu jüngsten Entwicklungen in den USA und England werden aktuelle Bemühungen des Deutschen Astrologen-Verbands geschildert und kritisch diskutiert, eine gesellschaftliche und insbesondere staatliche Anerkennung des Berufs "Astrologe" zu erreichen, wobei als Fernziel die Einrichtung eines entsprechenden Studiengangs an einer Fachhochschule angestrebt ist. Der Autor schlussfolgert, dass das Scheitern der Astrologie in wissenschaftlichen Tests nicht ausschlaggebend für die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Institutionalierung des Astrologen-Berufs sei, vielmehr sei dafür die gesellschaftliche Relevanz der Astrologie entscheidend.

 

Wunder, Edgar
Ist Astrologie Glaubenssache? Neue international vergleichende Bevölkerungsumfrage zur Astrologie
In: Meridian 6/2000, 36-40, 2000

Vorgestellt werden Ergebnisse von repräsentativen Bevölkerungsumfragen zum Glauben an Astrologie in 16 Ländern aus dem Zeitraum 1998/99. Korrelationen zu Geschlecht, Alter, Schulbildung, Religiosität, Glauben an Glücksbringer, Fatalismus u.a. werden mitgeteilt. Die Validität des verwendeten Items im Sinne von "Astrologieglauben" wird durch hohe Korrelationen zu anderen Astrologie-Items im Rahmen einer begleitenden Internet-Befragung von 409 Personen abgesichert.



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Letztes Update: 29.05.2004