Archiv: Frühere Studien des Monats In dieser Rubrik weisen wir - monatlich oder zweimonatlich wechselnd - auf wissenschaftliche Studien hin, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Wenn Sie unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter abonnieren, werden wir Sie über die Aktualisierungen informieren und auch über weitere aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Laufenden halten. Zur
Problematik der Laienforschung
Wenn man die Presselandschaft
aufmerksam beobachtet, kann man feststellen, dass die
Diskurse in der Berichterstattung zu Phänomenen
aus dem Bereich der Anomalistik oftmals von Personen
dominiert werden, deren häufig selbstzugeschriebener
Expertenstatus aus wissenschaftlicher Perspektive in
Frage gestellt werden kann. Zwar mögen Leidenschaft
und Engagement reichlich vorhanden sein und zu einer
üppigen Ansammlung von Daten führen,
aber damit ist nicht automatisch ein wissenschaftlich
adäquater Umgang garantiert. Um sich der Problematik
der Laienforschung zu widmen, wird dieses Mal keine
"Studie des Monats" im eigentlichen Sinn präsentiert,
sondern es werden zwei Texte vorgestellt, die als Kommentare
zu dem Aufsatz von Ingbert Jüdt
(2003): Paläo-SETI zwischen Mythos und Wissenschaft
(ZfA 3 [3], S. 166-204) in der Zeitschrift
für Anomalistik veröffentlicht wurden. Die
beiden Autoren Schetsche und Hövelmann hatten den
Jüdt-Aufsatz als Anlass genommen, sich Gedanken
zur Laienforschung zu machen. Während Schetsche
stärker auf die Probleme eingeht, die bei der Rezeption
der Ergebnisse von Laienforschung für die professionellen
Wissenschaftler auftreten, weist Hövelmann auf
etablierte Traditionen der Laienforschung hin und nennt
Voraussetzungen, unter denen sie fruchtbar werden kann.
Obwohl beide Autoren
sich in ihren Texten an einigen Stellen explizit auf
den Jüdt-Aufsatz beziehen, sind die prinzipiellen
Grundgedanken zur angesprochenen Problematik auch ohne
dessen Kenntnis nachzuvollziehen. Interessierte können
allerdings über den obenstehenden Link auf die
kommentierte Arbeit von Jüdt zugreifen.
Wie
immer bieten wir auch einen öffentlichen Chat-Termin im Internet an,
um diese Studie bzw. allgemein die dadurch angesprochene Problematik einer
kontroversen Diskussion auszusetzen. Üblicherweise findet der Chat-Termin
jeweils am Monatsersten aller geradzahligen Monate statt, in diesem Fall
am:
Dienstag,
den 1. Februar 2005, 21.00 - 22.00 Uhr
Zugang zum Online-Chat am Dienstag,
den 1. Februar 2005
Archiv: Frühere Studien des Monats
Inhaltliche
Verantwortung für die einleitenden Texte zu den
Studien des Monats: Gerhard Mayer.
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