Archiv: Frühere Studien des Monats In dieser Rubrik weisen wir - monatlich oder zweimonatlich wechselnd - auf wissenschaftliche Studien hin, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Wenn Sie unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter abonnieren, werden wir Sie über die Aktualisierungen informieren und auch über weitere aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Laufenden halten. Das
Electric Voice-Phänomen: Methodische Probleme und
Befunde
Der Film White Noise
(Regie: Geoffrey Sax), der im Februar diesen Jahres
in die deutschen Kinos kam, wurde von der Filmkritik
nicht gut aufgenommen. Je nach Anschauung wird der ganze
Plot, in dem es um den Kontakt mit Verstorbenen mittels
des Electric Voice-Phänomens geht, als Schwachsinn
betrachtet (siehe z.B. http://www.br-online.de/bayern3/kino/archiv/film_whitenoise.shtml),
oder es wird bemängelt,
dass ein "unzweifelhaft interessante(s) Thema"
filmisch nicht adäquat umgesetzt werden konnte
(siehe http://www.filmstarts.de/kritiken/White%20Noise.html).
Auch die Vereinigungen, die sich der Untersuchung des
Tonbandstimmen- oder Electric Voice-Phänomens gewidmet
haben, sind mit dem Film nicht glücklich, obgleich
ihr Anliegen durch ihn eine gewisse Aufmerksamkeit in
der breiten Öffentlichkeit erfahren hat. Das Electric
Voice-Phänomen (EVP) resultiert aus Versuchen,
die Äußerungen von Verstorbenen oder "Wesenheiten"
aus dem "Jenseits" mittels technischer Apparate
wie TV-Geräte, Video- und Tonbandgeräte und
auch Computer einzufangen. Die entscheidende Methode
besteht darin, aus dem Rauschen der Geräte ("white
noise") sinnvolle Information heraus zu destillieren
bzw. zu interpretieren (vgl. dazu auch http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/19/19496/1.html&words=White%20noise
Selbstverständlich
führen diese Verfahren aus wissenschaftlicher Perspektive
zu großen methodischen Problemen. In der neuen
Studie des Monats gibt der Psychologe Imants Baruss
einen Überblick über einige wichtige historische
Aspekte und methodischen Probleme der EVP-Forschung
und stellt sein eigenes Experiment vor. Außerdem
wird ein älterer Artikel des Psychologen Jürgen
Keil vorgestellt, in dem er die in den 1960er und 1970er
Jahren bekannt gewordenen Befunde des Tonbandstimmenforschers
Raudive reanalysiert, kritisch bewertet und auf mögliche
Fehlerquellen in diesem experimentellen Setting hinweist.
Wie
immer bieten wir auch einen öffentlichen Chat-Termin im Internet an,
um diese Studie bzw. allgemein die dadurch angesprochene Problematik einer
kontroversen Diskussion auszusetzen. Üblicherweise findet der Chat-Termin
jeweils am Monatsersten aller geradzahligen Monate statt, in diesem Fall
am:
Mittwoch,
den 1. Juni 2005, 21.00 - 22.00 Uhr
Zugang zum Online-Chat am Mittwoch,
den 1. Juni 2005
Archiv: Frühere Studien des Monats
Inhaltliche
Verantwortung für die einleitenden Texte zu den
Studien des Monats: Gerhard Mayer.
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